taz lab Talk: Mit Pluralität und Toleranz: Leggewie und Cohn-Bendit

Im Kampf gegen Diskriminierung dürfen wir uns nicht und niemals auseinanderdividieren: Claus Leggewie und Daniel Cohn-Bendit im Gespräch.

Claus Leggewie und Daniel Cohn-Bendit

Claus Leggewie (links) und Daniel Cohn-Bendit (rechts). Foto: Wolfgang Borrs/Jörg Carstensen

Ein taz Talk als Opener der taz lab-Woche – ein Gespräch mit den buchstäblich alten Kämpfern für eine bessere Welt, hier und überall, mit dem Politikwissenschaftler Claus Leggewie und dem Autor und Politiker Daniel Cohn-Bendit.

Wann: Mo., 19.04.21, 18 Uhr

Wo: youtu.be/1262Yufl2dU

Kontakt: taztalk@taz.de

Sie sagen, sie seien „alt, weiß, männlich, privilegiert“. In den Augen mancher (und es werden mehr), sollten solche Leute wie sie schön den Mund halten. Beide erwidern: „Das ist nicht völlig falsch.“ Sie wissen: Sie sollten besser zuhören, keine vorlauten Ratschläge geben, Privilegien aufgeben, anderen den Vortritt lassen – wie alle Menschen, Männer zumal, die bisher alle Türen offen hatten, um ihre Perspektiven zu schildern.

Wer mal rüde unterbrochen wird, kann eventuell besser nachvollziehen, wie es Menschen ergeht, denen der Zugang zur breiteren Öffentlichkeit verwehrt bleibt oder deren Äußerungen dort geringgeschätzt werden. Aber kommt es nicht auch darauf an, sich nicht auseinanderdividieren zu lassen? Sich nicht selbst zu zerlegen und damit Solidarität zu verhindern? Beide, analytisch wie praktisch politisch seit Jahrzehnten versiert, erklären, wie sie sich einen gemeinsamen Kampf gegen Diskriminierung vorstellen.

Claus Leggewie ist Politikwissenschaftler und seit vielen Jahren Autor der taz. Daniel Cohn-Bendit ist Aktivist der 68er-Bewegung im Frankreich der späten sechziger Jahre, Grünen-Politiker in Frankfurt am Main und im EU-Parlament und Publizist. Moderiert wird das Gespräch von Jan Feddersen, taz-Redakteur für besondere Aufgaben sowie Kurator der taz Talks und des taz Lab.

Anregungen und Fragen nehmen wir mit Freuden entgegen über taztalk@taz.de.