taz lab Logbuch #2: Guerillastricken und Polyamorie

Von Gästezusagen, Zeitenwenden, der Zukunft der Liebe und Chiasamen: Hier gibt es wöchentlich Neues vom taz lab.

Aus einem großen Topf reichen zwei Hände Insekten mit einem Löffel Richtung Betrachter*in

Vogelspinne gefällig? Ein Achtbeiner als Snack in Kambodscha – bald auch bei uns Foto: dpa / Chris Humphrey

taz lab, 20.01.2023 | Von ARON LENNY TEUSCHER

Haben Sie Lust auf einen Insektenpatty? Ich sag’s mal so: die zweite Woche im taz-lab-Team hat uns aufgeweckt. Die täglichen Morgenkonferenzen unserer kleinen Redaktion sind voller Ideen, auch dank zahlreicher Zuschriften von Ihnen und Euch, unseren Leser*innen.

Sicht auf den Besselpark von weit oben aus dem sechsten Stock der taz

Die Sicht auf den Besselpark im Spätsommer: Pünktlich zum taz lab am 22. April blühen die Rosskastanien hier rosa.

Im Besselpark, wissen wir schon jetzt, werden auch dieses Jahr wieder zahlreiche Stände aufgebaut, Workshops angeboten, eine hoffentlich überdimensionierte Leinwand für unser Hauptprogramm, ein Community-Space und, überhaupt, das Ding wird größer.

Dazu die ersten Bespaßungs-Ideen, um das Fest mit Leben zu füllen: Es soll einen Kochkurs für Insektenburger geben, die Pattys sicherlich mit Chiasamen berieselt. Und: wir wollen Guerillastricken. Wie genau das aussehen wird, was das mit der Zuversicht überhaupt bedeuten soll, und, ob wir nicht doch noch einmal alles über Bord werfen – dazu bald mehr, hier und im Infobrief.

Gäste- und Themensetzungen

Natürlich haben wir uns in der taz-lab-Redaktion nicht nur mit Spaß und Fraß beschäftigt. Auch unsere inhaltliche Planung darf nicht zu kurz kommen. Wir haben weitere Zusagen von „Panelistas“ (so nennen wir im Team die Gäst*innen auf unseren Panels) zu verzeichnen – Carla Hinrichs von der Letzten Generation und Anna Staroselski von der Jüdischen Studierendenunion Deutschland zum Beispiel.

Auch die ersten Panel-Topics sind gesetzt: Wir werden sprechen, streiten, weinen und lachen über die polyamore Zukunft der Liebe, die Grenzen des Technologieoptimismus und eine – vorsichtig gesagt – schleppende „Zeitenwende“. Prepare yourselves für Kontroversen und Verrücktes.

taz lab, 17.01.2023 | Von ARON LENNY TEUSCHER

So beginnt nun die zweite Woche des neuen Jahres: nicht wenig optimistisch. In unserem taz-lab-Team neigt sich die Stimmung von einem gewissen Neujahrstief Richtung Frühjahreshoffnung. Stück für Stück kristallisieren sich schemenhafte Impulse zu greifbaren Visionen und Konzepten heraus. Alles hat noch etwas Gemächliches, doch es wird auch schon gestritten – darum, welches unsere Hauptthemen sein sollen, aber auch, ob das Lila des Und-Zeichens in unserem Logo zu hell ist. Die wichtigen Fragen eben.

Das taz lab 2023 Zukunft & Zuversicht liegt noch gut drei Monate in der Zukunft, doch langsam, aber sicher erhält das Programm erste Konturen: Die ersten Gäste sagen zu – von Carlo Masala über Luisa Neubauer bis hin zu Bodo Ramelow. Die ersten Leitfragen für unsere Panels stehen – Wie werden wir wohnen und leben? Wer wird was besitzen? Wie werden wir lieben? Und: Der Ticketverkauf steht in den Startlöchern.

Von Snacks und Besuch

Wir arbeiten überwiegend im Homeoffice, sind also nicht alle, nicht einmal die meisten von uns täglich in unserem Teamspace, dem Panoramaraum im taz-Haus an der Friedrichstraße 21. Dort trafen wir dennoch als neues taz-lab-Team vergangenen Montag zum Auftakt zusammen. Auf den Tischen: Kekse, Schokolade, Kaffee(!), auch Reste von Obst – Äpfel und Bananen sind früh weg, Aaron und Aron spielen nebenbei Tischtennis (ich gewinne).

Zu Besuch war außerdem Kollegin Anastasia Tikhomirova, dieses Jahr nicht direkt im Kern unserer Programmredaktion, sie bereitet uns aber viele Dispute etwa zum Krieg gegen die Ukraine vor. Noch ist vieles ungewiss. Aber es geht voran, es wird.

Hier schreiben unsere Autor*innen alle paar Tage über die Arbeit des taz-lab-Teams.