taz Talk über Leben im Exil : Wer spricht, gehört dazu!
Für die drei afghanischen Autorinnen ist Deutschland zur Heimat geworden, doch ihr Engagement bleibt oft unsichtbar. Wie kann Literatur gesellschaftliche Teilhabe fördern?
Wer die Kraft literarischen Schreibens im Exil begreifen will, sollte Autorinnen aus Afghanistan zuhören. Ihre Gedichte und Geschichten erweitern die deutsche Gegenwartsliteratur – sprachlich, thematisch, perspektivisch. Wovon erzählen sie? Für wen schreiben sie – und warum?
Wann: Di. 19.05.2026, 19 Uhr
Einlass: 18.30 Uhr
Wo: nur vor Ort in der taz Kantine
Friedrichstr. 21
10969 Berlin
Eintritt frei.
Die Teilnahme ist nur mit einem im Voraus gebuchten Ticket möglich. Wir bitten Sie daher um eine Anmeldung über dieses Ticket-Portal. Die Plätze sind begrenzt, der Eintritt ist kostenlos. Der Zugang zur Veranstaltung ist barrierefrei.
Drei in Afghanistan geborene, heute in Deutschland lebende Autorinnen aus unterschiedlichen Generationen sprechen über Schreiben und Weiterschreiben als aktiven Prozess gesellschaftlicher Teilhabe: über Brüche und Kontinuitäten, Zugehörigkeit, Selbstbehauptung und aktive Bürgerinnenschaft. Über Literatur als verbindende Kraft – und über Sprache und Übersetzung im Spannungsfeld von Zuhören und Gehörtwerden.
Im Zentrum stehen Fragen nach den Grenzen zwischen persönlichem, professionellem und politischem Schreiben – und danach, was es heißt, als Frau aus Afghanistan zu schreiben. Wann verliert der Begriff „Exil“ seine Gültigkeit?
Eine Diskussion mit:
🐾 Zainab Farahmand studierte persische Sprache und Literatur an der Universität Kabul und arbeitet seit 2014 als Journalistin. 2018 wurde sie als „Beste Reporterin Afghanistans im Bereich literarische Reportage“ ausgezeichnet. Seit 2022 lebt sie in Berlin und ist dort als freiberufliche Journalistin tätig.
🐾 Mahnaz Jafari wurde in Ghazni, Afghanistan, geboren. Seit 2014 lebt sie in Berlin, studiert Rechtswissenschaften und berät geflüchtete Menschen im Bereich Asyl- und Aufenthaltsrecht.
🐾 Nahid Shahalimi, in Kabul geboren, ist Filmemacherin, Künstlerin und Mitbegründerin des PEN Berlin. Sie ist Autorin der Bücher „Wo Mut die Seele trägt. Wir Frauen in Afghanistan“ und „Wir sind noch da! Mutige Frauen aus Afghanistan“.
🐾 Susanne Koelbl ist Buchautorin und mehrfach ausgezeichnete Auslandsreporterin des SPIEGEL. 2015 gründete sie „The Poetry Project“, ein innovatives, literarisches Dialogprojekt, das junge Menschen mit Fluchtgeschichte dabei begleitet, ihre Erfahrungen in Gedichten auszudrücken und damit auf Augenhöhe mit der Aufnahmegesellschaft zu kommunizieren.
🐾 Manja Stephan ist Professorin für transregionale Zentralasienstudien am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie forscht zu Mobilität und Migration und über Kunst und Aktivismus in der afghanistanischen Diaspora.
🐾 Sven Hansen moderiert diesen Talk. Er ist Asienredakteur der taz und Kurator von Han Sens Asientalk.
Ein Han Sens Asientalk in Kooperation mit The Poetry Project, dem Fachbereich Transregionale Zentralasienstudien am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität Berlin mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Open Humboldt Freiräume der Humboldt-Universität Berlin sowie dem Herman von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik.
Sie möchten vorab Fragen für diese Veranstaltung einreichen? Oder nach dem Gespräch Zuschauer:innen-Feedback geben? Schreiben Sie uns! Wir freuen uns auf Ihre Mail: taztalk@taz.de