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taz🐾lageDanger Dan zählt auf die taz oder so ähnlich

Keine Angst, in diesem Textchen geht es nicht noch mal um das Für und Wider zum Song „Keine Angst“ von Danger Dan, dem Klavierrapper. Diese Debatte haben wir längst ausgiebig geführt – aber dazu später mehr.

Es geht stattdessen darum, dass Danger Dan offensichtlich viel in der taz liest. Und die Kol­le­g:in­nen vom Tagesspiegel auch. Sie haben ihn in einem Interview zu seinem bald erscheinenden Album gefragt, wo für ihn die Grenze zwischen legitimer Gegenwehr gegen Nazis und einer Straftat liege. Und dann nachgelegt: „Selbst in der ‚Taz‘ stand, dass Sie angesichts des Songtextes nicht merken würden, „wie nah Sie damit jenen kommen, die Sie zu bekämpfen glauben“.

Das sei, antwortete Danger Dan, totaler Quatsch. Nicht weil man „Taz“ eigentlich klein schreibt, sondern weil er das „für eine komplett blöde Hufeisentheorie“ halte. Der entscheidende Unterschied sei, erklärte er, dass Nazis Menschen töten wollen. Antifaschisten wollten das verhindern. „Das kann man doch nicht miteinander vergleichen.“

Und dann legt er noch kenntnisreich nach: „Übrigens gab es in der ‚Taz‘ mindestens elf verschiedene Meinungsartikel, die sich inhaltlich widersprachen.“

Tjaha, da kann man mal sehen, wie meinungsstark die taz ist. Und wie sehr so ein Song des linksradikalsten Pianisten seit Konstantin Wecker die Kol­le­g:in­nen hier im Haus bewegt. Was will man als Musiker mehr?

Recht hat er dennoch nicht. Wir haben das recherchiert. Es waren gar nicht elf Artikel. Es waren nur zehn. Gereon Asmuth

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