taz🐾lage: Danke, taz!
Manchmal bekommt man eine unverhoffte Chance: Etwas auszuprobieren, von dem man zuvor nur vage Vorstellungen hatte; etwas lernen zu dürfen, von dem man nicht sicher war, ob man es je würde lernen können. So eine Chance gab mir die taz. Und das gleich mehrmals: Als ich mich vor mehr als vier Jahren hier für ein erstes Praktikum bewarb – ohne jegliche journalistische Vorerfahrung, nur mit einer frisch entdeckten Leidenschaft fürs Schreiben. Ein Jahr später, als ich erneut um ein Praktikum bat, um noch mehr redaktionelle Erfahrungen zu sammeln. Noch ein Jahr darauf, als ich wieder um ein Praktikum bat, um im Ressort Reportage und Recherche zu lernen, wie man denn eigentlich eine größere Reportage schreibt. Und ganz besonders im vergangenen Jahr, als ich mich um ein Volontariat in der taz bewarb.
Immer wieder öffneten mir viele Kolleg:innen hier Türen, waren für mich da, wenn ich an mir selbst zweifelte. Das geschah nicht zu selten. Journalist werden, das war kaum denkbar in den Verhältnissen, in denen ich aufwuchs. Klassengrenzen sind eine fiese Sache. Selbst nicht institutionell manifest, können sie Wege erschweren. Nicht zufällig arbeiten in vielen Medienhäusern unterdurchschnittlich wenige Arbeiter:innenkinder. Und nochmal weniger davon haben eine Ost-Biografie. Auch diese Schieflage ist Teil des politischen Schlamassels, in dem wir heute stecken.
Die taz und die taz Panterstiftung versuchen das zu ändern. Zwar endete vergangene Woche mein Volontariat in der taz. Nun beginnt als Redakteur im Politikteil der wochentaz wieder etwas Neues. Danke taz, danke auch Ihnen, liebe Leser:innen!
Tobias Bachmann
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen