taz🐾lage: Panter deutlich erfolgreicher als Deutschland
Als die Spieler*innen des taz Panter FC nach ihrem Match am Montagabend den Platz verließen, ahnten sie noch nicht, dass sie mit ihrem 3:1-Erfolg Historisches vollbracht hatten. Sie gewannen höher als Brasilien, das zeitgleich nur ein 2:1 gegen Japan schaffte. Und zum ersten Mal in der Geschichte siegte eine taz-Fußballmannschaft, während die deutsche Nationalmannschaft am selben Tag verlor.
Nur wenige Stunden vor dem WM-Aus der DFB-Elf gegen Paraguay im Sechzehntelfinale der WM rangen die Panter mit der blu Mediengruppe den Sechzehnten (von sechzehn) der Medienliga nieder. Ein überraschenderweise sogar verdienter Sieg, mit dem vorher kaum jemand gerechnet hatte, da die Panter traditionell und jahrelang das Tabellenende geziert hatten. Doch diese Zeiten sind vorbei. Wie bei der WM wird jetzt auch in der Medienliga Berlin-Brandenburg deutlich, dass es im Fußball keine „Kleinen“ mehr gibt, die man früher achtlos beiseiteräumen konnte.
Die Panter orientieren sich jetzt an dem immer noch ungeschlagenen Team aus Kap Verde und versuchen, das Feld von hinten aufzurollen. Das gelang gegen die blu-Kicker erstaunlich fulminant. In der ersten Halbzeit hielten sich die Panter fast nur in der gegnerischen Hälfte auf, der taz-Keeper hatte nur eine einzige Ball-Bauch-Berührung – und wurde auch nach dem Seitenwechsel nur einmal auf dem falschen Fuß erwischt, was zu einem vermeidbaren Gegentreffer führte. Doch das war verschmerzbar, weil taz-Abwehrchef Fatih Ağar, taz-Archivchef Joel Schmidt bei seinem Debüt und taz-zwei-Rakete Leon Holly mehr Tore als blu und Brasilien schossen. Von Deutschland ganz zu schweigen. (lkw)
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen