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taz🐾lageAbschied mit Glitzer, Glamour und ABBA

Das taz lab ist ein Fest, es ist ein großartiges Kommunikationsereignis, es ist aber auch: ein Risiko. Was nicht alles schiefgehen kann! Die Leute könnten sich langweilen, sie könnten in Scharen wegbleiben, es könnte regnen! Es war Jan Feddersen, der seit 2009 die notwendigen Nerven aufbrachte, das Ganze an der Kante des von der taz Leistbaren aufzuziehen. Der taz-Redakteur für besondere Aufgaben hat das taz lab erfunden, konzipiert und mit einer Corona-Unterbrechung von Jahr zu Jahr kuratiert und unverdrossen größer gemacht. Dieses Jahr geht Feddersen in Rente, am Samstag war sein letztes taz lab.

Anlass genug fürs taz lab-Team und taz-Führungskräfte, sich Glitzerklamotten überzuwerfen und ihm einen Abba-Flashmob zu bereiten: Zu „Dancing Queen“ und „Thank you for the Music“ wurde Feddersen gefeiert, es gab Sekt, Cremetorte, einen Film, Reden. Und Tränen. Chefkorrespondent Peter Unfried verglich ihn mit einem „grandiosen Jazzmusiker“, der „großartige Improvisationen und überraschende Dialoge“ ermögliche. Tazzwei-Ressortleiterin Doris Akrap erinnerte an ein gemeinsam aufgezäumtes taz lab und wie er sie – „names, ­names, names!“ – antrieb, Prominenz heranzuschaffen. Ex-taz-, jetzt Welt-Kollege und Mitdiskutant Deniz Yücel beschwerte sich, dass es für Dis­ku­tan­t:in­nen statt Honorar nur Getränkemarken für weniger als zwei Biere gebe, stellte aber fest: Feddersen habe eben „so sauviel Charme“, dass trotzdem immer das tollste Diskurspersonal komme.

Nächstes Jahr, wenn Feddersen wieder mitdiskutiert, wenn auch nicht in verantwortlicher Rolle, wird er ja sehen, wie das ist. Uwi

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