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taz🐾lageSechs Minuten zu früh in Deutschland

Für zwei Monate soll ich das taz Team also nun verstärken: ein Journalist aus Finnland, der nicht besonders viel Deutsch spricht. Gestatten, Juho Pitkänen, bis Anfang Juni werde ich mit einem Stipendium des Internationalen Journalisten Programms IJP im taz-Haus in der Friedrichstraße 21 in Berlin arbeiten. Meine erste Überraschung ereilte mich gleich bei meiner Ankunft am Hauptbahnhof vor drei Tagen: Der Nachtzug, mit dem ich aus Stockholm gekommen war, erreichte sein Ziel nach 16-stündiger Fahrt sechs Minuten zu früh!

In meiner finnischen Heimat habe ich für die Politik-Ressorts der Zeitungen Ilta-Sanomat und Helsingin Sanomat gearbeitet, vor allem zu den Themenbereichen Auslandsberichterstattung. Da wiederum lag mein Schwerpunkt auf Osteuropa-Themen: Russland, den Balkan.

Als mir die IJP-Jury die taz vorgeschlagen als Austausch-Medium, habe ich erst mal schnell gegoogelt und war dann ziemlich interessiert: Die genossenschaftliche Organisation, die politische Ausrichtung, etwas Vergleichbares sucht man unter den großen finnischen Zeitungen vergeblich.

Zu dem Zeitpunkt, da dieser Text entsteht, habe ich ungefähr 5,5 Stunden in der Redaktion zugebracht. Mein Tag begann mit dem Versuch, die Redaktionskonferenz auf Deutsch zu verfolgen. Ich habe, zugegeben, nicht alles verstanden, mein Schuldeutsch ist etwas eingerostet.

In den nächsten Wochen werde ich aber hoffentlich selbst einige Artikel beisteuern, vielleicht auch ein oder zwei über Finnland. Bis dahin kann ich schon mal eine Vokabel zurückgeben: Kiitos! Danke! Juho Pitkänen

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