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taz🐾lageVolos go Brüssel

Frank-Walter Steinmeier im Schloß Bellevue vor seiner Rede zum 09. November Foto: Maryam Majd/ap

„Raus aus der Tür!“, brüllt die Zugbegleiterin so laut, dass die Tauben auf Gleis 13 des Berliner Hauptbahnhofs erschrocken das Weite suchen. Ein taz-Volontär steckt seinen Fuß zwischen die Türen des ICE Richtung Köln, um die Abfahrt hinauszögern. Ein anderer hält seine Hand dazwischen. Die beiden vermissen noch ihre weibliche Begleitung. Eine von beiden war bereits im Zug, jedoch außer Sicht. Die vierte Volontärin erreicht wegen Busverspätung kurz vor Zugabfahrt den Bahnhof. So beginnt die Reise der vier taz-Volos zur EU nach Brüssel. Schon nach wenigen Minuten stellt sich heraus: Zwei der vier haben keinen Proviant dabei. Aber taz-Volos teilen solidarisch.

Ein anderes selbstgefälliges taz-Narrativ erweist sich hingegen als Mythos: Denn nicht nur die taz­le­r:in­nen nehmen für diese Reise, die von der EU-Kommission für sämtliche Vo­lon­tä­r*in­nen nordostdeutscher Medien veranstaltet wird, den Zug. Auch Vo­lon­tä­r*in­nen von Tagesspiegel und Märkischer Oder Zeitung sind linksgrünversifft. In Brüssel erwarten die Nach­wuchs­jour­na­lis­t*in­nen dann zwei Tage volles Programm: Politikerhände schütteln, kritische Fragen stellen und Essen, das mutmaßlich lange nicht so gut sein wird, wie in der taz-Kantine. Doch zunächst ist die große inshallah-Frage, ob die Reisegruppe ihren Anschlusszug in Köln erwischt oder – typisch Bahn – ausgerechnet am 11.11. in Köln steckenbleibt. Bis Redaktionsschluss war die Mobilitätsgöttin gnädig. Und damit aus irgendwo-in-Belgien zurück nach Berlin.Raweel Nasir

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