taz🐾lage: preisverdächtig
Die Longlist für den Deutschen Reporter:innenpreis 2025 ist seit wenigen Tagen bekannt. In elf Kategorien wird dieser Preis „von Journalisten für Journalisten“ seit 2009 vom Reporterforum e.V. vergeben. Fünf tazler:innen sind auf dieser Liste mit ihren Texten vertreten.
Im Interview „Ein Schmerz, der uns zusammenhält“, erschienen Anfang Oktober auf der Nahaufnahme, sprechen İsmet Tekin und Valentin Lutset miteinander, die den rassistischen Anschlag in Halle überlebten und über die gemeinsame Trauer eine Freundschaft aufgebaut haben. Geführt haben das Interview Dinah Riese und Nick Potter.
Den Widerstand des kleinen Orts Kieve in Mecklenburg-Vorpommern gegen Rechtsextremismus hat sich Jonas Waack in „Das Dorf der Unbeugsamen“ angeschaut. Die Ende März 2025 erschienene Reportage wird für den Preis in der Kategorie Newcomer nominiert.
In der Kategorie „Essay“ hat Manuela Heim am 4. Januar 2025 mit „Eine moralische Verletzung“ Betrachtungen zur Wohnungslosenkrise in New York angestellt.
In derselben Kategorie dürfte eine der jüngsten, wenn nicht die jüngste Autorin zu finden sein: Die 15jährige Jette Poensgen beschrieb in ihrem im August 2025 erschienenen Text „Zecke? Nehm ich als Kompliment“ den Alltag und die Herausforderungen für linke Aktivist:innen in Südbrandenburg.
Der Preis wird am 8. Dezember verliehen. Wir drücken allen tazler:innen die Daumen. (taz)
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