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taz🐾lage

Spitzenjournalistinnen haben ihren Preis

Es war noch früh im Jahr 2024, da sorgte eine Recherche des Medienunternehmens Correctiv für einen lange erwarteten Aufschrei und wochenlange Proteste in ganz Deutschland. Für Millionen Menschen brachte die damalige Enthüllung der Remigrationspläne, die Martin Sellner von der verbotenen Identitären Bewegung in einem Potsdamer Hotel im Beisein von AfD- und CDU-Politikern erläutert hatte, das Fass zum Überlaufen. Ein Gefühl von Selbstwirksamkeit für viele, aber auch eine Sternstunde für den Journalismus. Für „Geheimplan gegen Deutschland“ hat das Team von Correctiv am Montag Abend vom medium magazin den Preis für die „Journalistinnen und Journalisten des Jahres“ bekommen. „Der Mut des Teams zu dieser außerordentlichen Recherche hat Anfang 2024 das gesellschaftliche Thema des Jahres gesetzt: Die tatsächlichen Gefahren von Rechtsextremismus in Deutschland“, hieß es in der Begründung. In zehn weiteren Kategorien wurden in diesem Jahr neun Frauen beziehungsweise Frauenteams ausgezeichnet. Darunter die drei Chefredakteurinnen der taz, Katrin Gottschalk, Barbara Junge und Ulrike Winkelmann. Mit diesem Trio, das „mutig in der digitalen Transformation vorangeht. 2024 vor allem mit dem neuen, gelungenen taz.de und dem Entscheid, sich von Print zu trennen“, mache die taz „Spitzenjournalismus“. Die Chefinnen gaben die Ehrung an die Mitarbeiterinnen weiter. Und wir, wir bedanken uns bei unseren Leser:innen. (taz)

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