südwester: Die Schwäne stören
„Mein lieber Schwan!“, durchfuhr es den südwester beim Spaziergang am Bremer Werdersee. Das ist eins von vielen Gewässern in Deutschland, in dem die Wasserpest, eine üppig wuchernde Wasserpflanze, dem Menschen das Schwimmen und Rudern erschwert. Was den Bremerinnen und Bremern missfällt. Sehr. Zum Fressen gern haben dafür Schwäne das Zeug: Sonst schwamm mal hier ein Paar, zog dort eins seine Küken auf. Und jetzt: 20 auf einem Fleck! Eine 6er-Gruppe direkt daneben, stadtauswärts noch eine und dahinter ein Quartett. In zwei Jahren könnten es … über 200 sein! Exponentielles Wachstum! Was die an Wasserpest verdrücken können! Dann wäre das Problem ja …! Doch halt. Der Bremer hat seine Natur gerne zurückhaltend. Und Schwäne können biestig sein. Zu viele davon wird er nicht schätzen in seinem See. Also ist es nur eine Frage der Zeit, bis besorgte Bürger den Senat auffordern, die störenden Schwäne abzuknallen.
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