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südwesterIm Glashaus

Aus Tragödien sollen Parteien keine politischen Profite schlagen, und zwar niemals nicht! Daran erinnert völlig zu Recht die Hamburger FDP nach dem „entsetzlichen Mordanschlag“ (taz) in Solingen und rügt den Hamburger Innensenator Andy Grote; Der hatte als Konsequenz auf den Anschlag mehr Abschiebungen gefordert und ein schärferes Waffenrecht für Messer. „Ein Wettbewerb um die weitreichendsten Messerverbote ist eine Wahlkampfmasche und keine seriöse Politik“, brandmarkt die stellvertretende Landesvorsitzende Katarina Blume den Aktionismus. Völlig ohne politische Hintergedanken geißelt sie in einem bemerkenswerten Schlenker direkt im Anschluss die Flüchtlingspolitik der Großen Koalition, fordert die schnelle Rückführung von Straftätern und, warum nicht, wenn wir schon dabei sind, auch gleich noch verpflichtende kommunale Arbeit für Geflüchtete. Chapeau!

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen