piwik no script img

südwesterGedudel adé

Endlich Ruhe – und das schon im Diesseits! Endlich keine Weihnachtslieder mehr beim Einkauf, keine Werbedurchsagen, nicht mal Regal-Einräumer, die einen unwirsch verscheuchen. Diesen Traum wahr zu machen, ist jetzt ein ostfriesischer Supermarkt angetreten. Da gibt es am Freitagabend eine „Stille Stunde“. Zielgruppe sind Menschen mit ADHS und aus dem autistischen Spek­trum, so der Initiator, „aber natürlich auch an alle anderen“. Hm. Muss man also autistisch oder sonstwie anders oder bedürftig sein, um Ruhe zu schätzen? Zumindest aber so alt wie die Kundschaft der Sanitätshäuser, die das seit Langem praktizieren? Egal – die „Stille Stunde“ wird der Beginn einer wunderbaren akustischen Selbstermächtigung sein. Einen Funken Erleuchtung bringt’s außerdem. Wie sagte doch der chinesische Philosoph Laotse so schön: „Die größte Offenbarung ist die Stille.“

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen