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südwesterVor die Wand

„Was wäre“, fragte gestern eine Agentur, „wenn die Polizei an einem Tatort etwas übersieht?“ Der zurückhaltende Konjunktiv ist unnötig, so was passiert ständig. Und noch die fehlerfreieste Ermittlung bleibt ja im Rahmen dessen, was jeweils Stand der Technik ist. Wie etwa die DNA-Analyse längst erkaltete Kriminalfälle lösen helfen kann, das wissen wir ja vom, nein, aus dem Tatort, also dem am Sonntagabend. Die Polizeiarbeit von morgen stellte gestern Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius vor: die erneute Begehung von Tatorten per Virtual-Reality-Brille. Zur Präsentation setzte er sich erstmals selbst so ein Ding auf – und war begeistert: Man könne „ganz anders draufgucken als auf Fotos“ und sich durch den Raum bewegen – „solange ich nicht vor die Wand laufe“. Jedes Neuland birgt halt auch neue Gefahren.

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