südwester: Ausverkauf
Wenn das Hamburger Wohnungsunternehmen Saga demnächst 1.000 Wohnungen versteigert, werden die Szeneviertel verschont. Denn: „Dieses Verfahren würde zu einer Preistreiberei führen“, hat man erkannt. Weitervermietet werden dürfen die Wohnungen dann in acht Jahren – teurer, vermutlich. Statt sich nun im begehrten Ottensen Demonstrationen besorgter Mieter*innen einzuhandeln, stößt das Unternehmen da Objekte ab, wo es wirksamem Protest an Masse mangelt. Nicht dass die Menschen an der Peripherie gleichgültig wären: Wer je Glück in der großstädtischen Wohnungslotterie hatte, wähnt sich im Immobilienhimmel. 50 Quadratmeter für 800 Euro? Suchende würden dafür ihre Seele verkaufen. Wie das geht? Fragen Sie die Saga!
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen