südwester: Ärger im Paradies
Es klang so idyllisch: Mit dem „Niedersächsischen Weg“ haben sich vor Kurzem die Landesregierung, Landwirte und Umweltorganisationen auf die Einhaltung ökologischer Standards geeinigt. Der Naturschutz und die Biodiversität sollen gefördert werden. Trotz des Kompromisses stoppt der Nabu sein Volksbegehren zum Erhalt der Artenvielfalt aber nicht. Und das ärgert den Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD). Er mahnt an, „konstruktiv über richtige Gesetzesformulierungen zu diskutieren und dafür auf hitzige Debatten auf dem Marktplatz zu verzichten“. Klingt ja schön, denkt sich der südwester. Da hat Weil wohl bloß vergessen, dass erst durch die Androhung des Volksbegehrens die Landesregierung in Verhandlungen mit dem Nabu getreten ist und der „Niedersächsische Weg“ zustande kam.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen