soft side eye #6: Das tagesthema mit „t“
In der taz gibt es einen wichtigen Ort für Gerechtigkeit, Empfehlungen und Verkündigungen: das tagesthema, ein Mailverteiler für alle Mitarbeitenden. Als ich bei der taz anfing, warnte man mich: Hier schreiben die Großen. Das tagesthema ist aber größer als das. Es ist ein Stimmungsbarometer, gelebte Solidarität und ein Fest der Gefühle. Vor Kurzem wechselten sich Mails zur Rettung eines Waschbären auf unserem Dach ab mit linker Theoriebildung und kurios starken Urteilen zu Koriander. Am Ende war der Waschbär unten, der Koriander lag mittags auf den Tellern und die Begriffe – messerscharf.
Foto: privat
Felix Bouché, verantwortlich für die taz Blogs und Schrauber∗in im Produktionsraum dieser Seite. Wechselt sich ab mit Pluempes Kolumne.
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen