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■ Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt USA 2012, R: Lorene Scafaria, D: Steve Carell, Keira Knightley
„Dodge ist mit seinem Leben unzufrieden. Zuwenig hat er bisher erreicht, zu viel bereut. Ändern lässt sich daran nicht mehr viel, denn ausgerechnet jetzt macht sich ein Asteroid auf den Weg, die Erde zu zerstören. Nur 21 Tage bleiben der Menschheit, um alles zu erledigen, was erledigt werden muss. Für Dodge ist das ein Besuch bei seiner ersten großen Liebe. Für seine Nachbarin Penny ist es der letzte noch mögliche Flug zu ihren Eltern in England. Zusammen machen sich die beiden ungleichen Weggefährten auf, um Wünsche zu erfüllen. Es sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die in diesem romantischen Road-Movie von Regisseurin Lorene Scafaria aufeinandertreffen. Auf der einen Seite Dodge, wunderbar stoisch gespielt von Steve Carell, der als romantischer Anti-Held vor allem zu sich selbst findet. Auf der anderen Seite Keira Knightley als chaotische und liebenswerte Penny, die bis zum Schluss mit Optimismus und Lebensfreude bezaubert.“ So begründet die FBW ihr Prädikat „wertvoll“.
■ Gregs Tagebuch – Ich war’s nicht USA/Kanada 2012, R: David Bowers, D: Zachary Gordon, Steve Zahn
Dem Spiegel gefällt die Vorlage besser als die Umsetzung: „In ‚Gregs Tagebuch – Ich war’s nicht‘ sorgen die Andeutungen der erwachenden Pubertät für Aufregung: Ekel vor peinlichen Erwachsenen, Ambivalenzen im Umgang mit dem anderen Geschlecht, das Taumeln zwischen Kindheit und der Verführung des Danach. Der dritte ‚Greg‘-Film ist wieder nach der ‚Tagebuch‘-Reihe des US-Autors Jeff Kinney entstanden – der es schafft, auch illiterate Knaben zu Lesefreaks zu machen. Greg ist der Begleiter einer Mittelklasse-Kindheit, die Abenteuer finden sich in den Pannen des Alltags. Dem Film ist aber die Mühe anzumerken, zwischen dem Tagebuch-Rhythmus der Vorlage und den Anforderungen des Kinos eine Lösung zu finden. Das Buch ist hier der bessere Film.“
■ Die Kunst sich die Schuhe zu binden Schweden 2011, R: Lena Koppel, D: Sverrir Gudnason, Vanna Rosenberg
„Ein glückloser Schauspieler ohne Job wird vom Arbeitsamt an eine Gruppe geistig Behinderter vermittelt. Zunächst widerwillig, dann aber mit wachsender Begeisterung hilft er seinen Schützlingen, ihre wahre Stärke zu entdecken: das Singen und Spielen auf der Bühne. Als er die Truppe für eine Talentshow im schwedischen Fernsehen anmeldet, zieht er einen Sturm der Entrüstung auf sich. Eine sympathisch-arglose Komödie, die den Behinderten einen adäquaten Raum einräumt, dramaturgisch aber eher in recht überschaubaren Bahnen verbleibt.“ So bemängelt der filmdienst.
■ Und nebenbei das große Glück Frankreich 2012, R: James Huth, D: Sophie Marceau, Gad Elmaleh
Der tip lobt mit Einschränkungen: „Ein Musiker hängt sein Partyleben an den Nagel, als er sich in eine geschiedene sexy Millionärsgattin mit drei Kindern verliebt. Der Hindernisparcours, der sich dabei ergibt, ist zwar ziemlich absehbar und überhaupt zielt die Romanze ein bisschen zu aufdringlich auf Feel-Good ab. Dass man aber trotzdem gern zuschaut, liegt vor allem an der wie eh und je reizenden Sophie Marceau.“