schluss mit gemütlich: Näher aus der Ferne
Was denn mein Traum in Zeiten dieses Winters wäre, wurde gefragt. Olympische Spiele, am liebsten die des Winters, von frühmorgens bis spät am Abend zu sehen. Oh, so authentisch an Ort und Stelle. Ja, genau: Das heißt vor dem Fernseher. Mit öffentlich-rechtlichen Kanälen inkl. Onlinemöglichkeiten, damit einem der deutschzentrierte Blick nicht so auf die Nerven geht. Aber in Cortina, Mailand, Antholz … Nein, lieber nicht. Man sieht da ja nix, nur Schneematsch und Gebirgiges. Fernsehkameras erst machen aus Sportlichem telegene Leibesübungen, mit packenden Finals usw. Und sowieso: Ist das nicht auch klimaschonender?
Jan Feddersen, Redakteur für besondere Aufgaben und diese Seite. Kuratiert das taz lab und die taz Talks. Seit 1996 bei der taz in Berlin.
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