: rückblick
Maul- und Klauenseuche
Am 25. Oktober 1967 bemerkte Bauer Norman Ellis aus Oswestry in Shropshire, dass drei seiner Schweine lahmten. Es war der Beginn der schlimmsten Maul- und Klauenseuche, die Großbritannien bisher erlebt hat. Obwohl die Polizei sofort den Viehmarkt in Oswestry schloss und 2.000 Tiere tötete, war es zu spät: Nach einer Woche waren 23 Höfe betroffen, am Ende hatte sich die Epidemie auf 2.364 Höfe ausgebreitet, 440.000 Tiere mussten getötet werden. Die Armee wurde eingesetzt, um die Kadaver zu beseitigen. Die Bauern mussten ihre Höfe zwei Mal täglich desinfizieren. Erst im Juni 1968 war die Seuche besiegt, doch die Weiden blieben für weitere sechs Monate gesperrt. In Großbritannien ist die Seuche bereits 1839 zum ersten Mal aufgetreten, zwischen 1910 und 1967 war sie fast jedes Jahr zum Ausbruch gekommen. Danach glaubte man, die Maul- und Klauenseuche durch Impfungen und Schlachtungen in der Europäischen Union besiegt zu haben. Zwar brach sie 1981 noch einmal aus, doch sie blieb auf die Isle of Wight beschränkt, wo 569 Schweine und Rinder getötet wurden.
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