meinungsstark:
Mehr solcher Menschen
„Stellt euch vor, wir leben in einem Land“,
wochentaz vom 19.–25. 9. 26
Stellt euch vor, es gibt Menschen, die wissen ganz genau, was eine pluralistische und demokratische Gesellschaft ausmacht. Stellt euch vor, diese Menschen können dies mit wenigen Sätzen adäquat beschreiben und klarmachen, dass es lohnt, sich für eine solche Gesellschaft einzusetzen.
Stellt euch vor, diese Menschen machen klar, dass alles vorhanden ist, was dazu benötigt wird. Stellt euch vor, solche Menschen gibt es und sie schreiben wunderbare Artikel in der taz, die Mut machen. Hans-Christian Müller, Gelsenkirchen
Fußball ist auch keine Lösung
„Kloppnation Deutschland“, wochentaz vom 19.–25. 9. 26
Entschuldigt bitte Leute, seit Tagen hör oder seh ich nur Jürgen Klopp im Radio, im Fernsehen und in den Printmedien. Und jetzt auch noch ihr. Haben wir in Deutchland nicht andere Themen und Probleme als Fußball? Fußball bekämpft keine Armut löst keine Probleme und beendet keine Kriege! Rolf-Dieter Baumgärtner, Koblenz
Heilige Verschwörungserzählungen
„Allianzen beim rechten Rollback“,
wochentaz vom 19.–25. 9. 26
Das ganze ist schon sehr erschreckend. Ich für meinen Teil möchte mir nicht von Anhängern irgendwelcher „Religion“ genannten, in sogenannten „heiligen Schriften“ niedergelegten Verschwörungserzählungen vorschreiben lassen, was ich zu tun und zu lassen habe. Flix auf taz.de
Echte Hilfe für Kinder
„Allianzen beim rechten Rollback“,
wochentaz vom 19.–25. 9. 26
Ich kann das alles nicht mehr. Wenn diesen selbsternannten Lebensschützern Kinderleben wirklich so sehr am Herzen liegen, könnten sie ihre Zeit und Energie doch mal dort einsetzen, wo Kinder längst auf der Welt sind: Alleinerziehenden die Miete zahlen, Pflegeeltern werden und ein Heimkind aufnehmen, Kinder betreuen, wenn ihre erkrankten oder völlig erschöpften Eltern nicht mehr können, dafür kämpfen, dass Therapieplätze vorhanden sind.
Man kann unzählige bereits geborene Kinder und ihre Familien ganz konkret finanziell, praktisch und emotional unterstützen. Aber offenbar ist es viel bequemer, fremden Frauen vorzuschreiben, dass sie zu gebären haben!
Nyah auf taz.de
Trotz allem nicht verzweifeln
„Allianzen beim rechten Rollback“,
wochentaz vom 19.–25.9. 26
Ich finde es nicht klug, alles in einen Topf zu werfen, auch wenn ich die Empörung über den frauenfeindlichen Rollback gut verstehen kann. Aber wenn man seine Gegner erfolgreich bekämpfen will, muss man sie genau kennen.
Zwischen dem Germanenkult frönenden Faschisten mit Gewaltexzessen gegen Minderheiten einerseits und radikalen katholischen Abtreibungsgegnern beziehungsweise Mitgliedern vom Opus Dei mit Traum vom Reich Gottes andererseits gibt es keinen ernsthaften Zusammenhang, außer dem, dass sie beide politisch dem rechten Spektrum zuzuordnen sind. Das Motto für uns Linke sollte da eher lauten: „Divide et impera!“, anstatt an der Welt zu verzweifeln.
hedele auf taz.de
Nicht nur in Berlin
„Allianzen beim rechten Rollback“,
wochentaz vom 19.–25.9. 26
Sie sind seit Jahren auch hier in Köln mit tausenden Menschen unterwegs, vom Kardinal mit Grußworten eingeladen, während die evangelische queere Kirche von genau diesen Leuten regelmäßig bedroht wird. Das macht mich fassungslos. Mareneff auf taz.de
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen