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meinungsstark

Fehlende Motive

„Der Anfang von heute“,

wochentaz vom 5. – 11. 9. 26

Eine wochentaz zum 11. September 2001 – das fand ich eine gute Idee. Und es gab viele interessante Artikel, wie meistens. Nur: Habe ich das überlesen, oder gab es wirklich keinen einzigen Artikel über Islamismus und/oder religiösen Extremismus? Die Motive der Attentäter vom 11. September sind doch bekannt. Mit unserem Ölkonsum heizen wir nicht nur die Erde auf, sondern finanzieren zumindest indirekt auch islamistischen Terror. Was ist mit den Taliban, mit dem Islamischen Staat, was mit afrikanischem Islamismus etwa von Boko Haram, was mit hinduistischem Extremismus in Indien, was mit der Verfolgung der Rohingya im buddhistischen ­Myanmar? Was mit den Evangelikalen?

Alles kein Thema, keine prägende Kraft des letzten Vierteljahrhunderts? Es ist schlimm, wenn Menschen, die als muslimisch angesehen werden, dafür diskriminiert werden. Das ist aber kein Grund, bei religiösem Extremismus und religiös begründeter Gewalt wegzuschauen, schon gar nicht für eine linke Zeitung.

Philipp Heldmann, Mannheim

Keine Aufklärung

„Daniel, ruf mich zurück, es ist dringend“,

wochentaz vom 5. – 11. 9. 26

Ich bin immer noch entsetzt und fassungslos, wenn ich den Artikel zu dem mutmaßlichen Bekennerbrief des mutmaßlichen Täters der Anschläge auf Umspannmasten lese. Ich frage mich, was hat die taz veranlasst in schlechtester Bild-Manier auf Recherchetour zu gehen? Was hat die taz bewogen, eine hilf- und ahnungslose 80-jährige Frau derart zu bedrängen und zu befragen? Wolltet Ihr schneller sein als die Polizei? Wolltet Ihr einen reißerischen Artikel für die wochentaz?

Nichts, aber auch gar nichts in dem Artikel trägt zur sachlichen Aufklärung bei – wohl aber zu hysterischen polizeilichen Maßnahmen! Dafür ist die taz nicht gegründet worden! Vielleicht muss Günter Wallraff auf seine alten Tage noch einmal ran, um undercover die unsäglichen Recherchemethoden der taz zu dokumentieren! Aber vielleicht gibt es ja auch eine Entschuldigung bei der Mutter des mutmaßlich Verdächtigen, die für eigene Interessen der taz benutzt wurde!

Hartmut Louis, Wuppertal

Verhinderte Diplomatie

„Krieg ohne Kriegserklärung“,

wochentaz vom 5. – 11. 9. 26

Die Autorin bezeichnet die Schließung des Russischen Hauses und des russischen Konsulats in Bonn sowie die mögliche Ausweisung russischer Di­plo­ma­t:in­nen auf Basis unbewiesener Anschuldigungen allen Ernstes als „sinnvolle Maßnahmen“ und als Griff in den „diplomatischen Instrumentenkasten“. Dabei ist dies das Gegenteil, ja die völlige Verweigerung und Verhinderung von Diplomatie.

Statt Krokodilstränen über die im Gegenzug erwartbar erfolgte Schließung der verbliebenen drei Goethe-Institute in Russland zu vergießen, sollte Herr Wadephul endlich mal den Telefonhörer in die Hand nehmen und sein russisches Gegenüber anrufen.

Hans-Peter Piepho, Ostfildern

Hilfreiche Akupunkur

„Achtung, Attacke!“,

wochentaz vom 5. – 11. 9. 26

Auch ich hatte über Jahrzehnte Migräne, war abhängig von Schmerzmitteln. Ernst genommen wurde das nie!

Geholfen hat mir die chinesische Medizin. Über ein Jahr Akupunktur, und ich war fast schmerzfrei. Später noch eine Wiederholung, nicht mehr so lange! Sehr erfolgreich, ich habe kaum mehr Kopfschmerzen und extrem selten und vor allem viel, viel, viel milder Migräne! Die schlechte Nachricht: Das zahlen so intensiv nur private Krankenkassen. Vielen Dank für den Artikel und alles Gute für alle Betroffenen!

Gabriele Gander Brehm

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen