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meinungsstark

Landtagswahlen

Die lebendigste Zivilgesellschaft der Republik“,

taz vom 10. 7. 26

Beim Lesen Eures Artikels zum zivilgesellschaftlichen Engagement anlässlich der Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ist mir buchstäblich das Herz aufgegangen. Ich wohne in Sachsen-Anhalt, und gerade jetzt ist es so wichtig, dass auch über diejenigen berichtet wird, die die aktuelle Situation (und die mögliche Gefahr einer rechtsextremen Regierungsbeteiligung) nicht einfach tatenlos hinnehmen. Ihr habt das verstanden und gebt so vielen unterschiedlichen Menschen eine Stimme und Reichweite. Das macht mir Mut und gibt auch mir Kraft weiterzumachen – egal, was im September passiert. Meinen herzlichen Dank für die Artikelreihe und auf diesem Weg solidarische und antifaschistische Grüße an alle Aktiven in MV, LSA und überall! Wir sind nicht allein.

Henriette Lattorff, Halle (Saale)

Kosten der Allgemeinheit

„Rundum zufrieden auf saftigem Rasen“,

wochentaz vom 18. – 24. 7. 26

Der Autor sollte sich schämen! Wer in der „Streusandbüchse“ Deutschlands lebt und einen „saftigen“ Rasen genießen kann, lebt auf Kosten der Allgemeinheit! Warum? Um bei dem Temperaturniveau, welches bei uns über Wochen herrschte, einen grünen Rasen zu erhalten, muss diesen, mehrmals am Tag, ausgiebig wässern. Höchstwahrscheinlich mithilfe eines „Hauswasserwerks“, sprich Brunnen und Pumpe, ohne Mengenkontrolle und Kosten! All diese vorhandenen privaten Wasserentnahmen (für den Pool) tragen zum Absinken des Grundwasserspiegels bei. Ein weiterer Mosaikstein hin zum klimatischen Kollaps.

Karl-Ludwig Klingelschmitt, Rüsselsheim am Main

Die Erde ausbeuten

Özdemirs Regierung schrumpft Artenschutz“,

taz vom 14. 7. 26

„Macht euch die Erde untertan!“ Dieses vielfach missverstandene Bibelzitat (Genesis, Kapitel 1, Vers 28) bedeutet ja nicht, dass wir Menschen zu kurzsichtigem Vorteil und Gewinn die Erde ausbeuten dürfen, sondern es bedeutet vielmehr, dass wir den Lebensraum für alle Tiere und Pflanzen schützen sollen, um damit die Lebensgrundlage für uns selber zu erhalten.

Wenn also unsere Landesregierung mit einem Federstrich von jetzt auf gleich Mittel kürzt, die für den Naturschutz vorgesehen waren, wo bleibt dann die Lebensgrundlage für Tiere und Pflanzen, wo bleiben die Lebensbedingungen für uns Menschen? Im Moment trifft es diejenigen, die im Naturschutz pflegend tätig sind, später uns alle. Die nächste Frage in diesem Zusammenhang lautet: Welche Partei sollen wir dann noch wählen?

Berta Homburger, Wittnau

Zum Lieferanten degradiert

„Kein Spahn für alle“,

taz vom 19. 7. 26

Schon der Name „Leihmutter“ ist eine Lüge, denn die Frau wird weder geliehen, noch erfüllt sie die Funktion einer Mutter. Die Frau wird zum Lieferanten degradiert. Im Prinzip ähnelt das Leihmuttersystem der Lebensborn-Idee der Nazis, denn es wird ein Mensch, wie man ihn sich wünscht, herangezüchtet. Die betreffende Frau wird auch nicht als Mutter geliehen, sondern lediglich als Produktionsmittel benutzt und bezahlt. Bei dem sogenannten Leihmuttersystem wird das Kind nach der Geburt der Mutter weggenommen, die tiefe Bindung für das ganze Leben reißt ab. Ohnehin können sich nur Reiche „Leihmütter“ leisten. Das Ganze ist eine egoistische Ausbeutung der meist armen Frauen und ein großes Geschäft für die pharmazeutische Industrie und Rechtsanwälte. Aus diesem Grund ist diese Geschäftemacherei in Deutschland verboten. Das Ganze ist eine egoistische Ausbeutung der meist armen Frauen.

Helge Scheibe, Bad Kissingen

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