piwik no script img

meinungsstark

Wenn ChatGTP dich tätowiert …

Liebes taz Team, ich weiß nicht, ob das eine Story ist, aber ich finde, das gehört in die Öffentlichkeit: Ich habe heute mit ChatGPT ein Tattoo designt und ChatGTP hat mir ganz random ein Hakenkreuz als Tattoo gegeben … Ich bin selber politisch links und war entsetzt. Nicolas Matturro, München.

Gerechte Pflegeversicherung?

Betreff: Pflegeversicherung teurer für Kinderlose

Die aktuelle Diskussion über höhere Pflegeversicherungsbeiträge für Kinderlose trifft viele Menschen tief – insbesondere diejenigen, die nicht freiwillig kinderlos geblieben sind. Wir sind ein Paar aus Niedersachsen. Ich arbeite im öffentlichen Dienst im Bereich Kultur, meine Frau ist Sozialpädagogin und Kitaleiterin. Wir wollten immer Kinder haben.

Oft wird öffentlich so diskutiert, als sei Kinderlosigkeit grundsätzlich eine persönliche Entscheidung. Hinter vielen Geschichten stehen aber jahrelange medizinische Behandlungen, Hoffnung, Enttäuschungen und persönliche Schicksale, über die Betroffene meist nur selten sprechen. Umso schwieriger ist es, wenn der Staat anschließend pauschal höhere Beiträge verlangt – ohne zwischen freiwilliger und ungewollter Kinderlosigkeit zu unterscheiden. Juristisch mag diese Regelung begründet werden. Menschlich hinterlässt sie bei vielen Betroffenen jedoch das Gefühl, nicht gesehen zu werden.

Familien leisten viel für unsere Gesellschaft und tragen Verantwortung für kommende Generationen. Dennoch sollte ein solidarisches System auch Raum für Differenzierung und menschliche Realität bieten. Viele ungewollt kinderlose Menschen haben keine starke Lobby. Ihre Geschichten finden selten öffentlich statt, obwohl sie oft von großem persönlichem Leid geprägt sind. Gerade deshalb sollte die politische Debatte sensibler geführt werden. Alexander Hass, Nienhagen

Wenn die Arbeit krank macht

Berufskrankheit durch Schadstoff: „Haben Sie mit Asbest zu tun gehabt?“ Seit Jahrzehnten ist Asbest verboten, doch noch immer zerstört es das Leben vieler Tausend Menschen. Auch das von Hans Stock. Über seinen Kampf für Entschädigung, taz vom 19. 5. 26

Mein erstes Gefühl: Scham. Dann: Wut auf Arbeitsbedingungen, durch die wissentlich und verleugnend ein Gesundheitsschaden entsteht, der jahrzehntelang von den Asbest verarbeitenden Unternehmen und auch den Berufsgenossenschaften bagatellisiert, auf andere Erkrankungsursachen verlagert wurde. Die Verantwortlichen weigern sich, Verantwortung zu übernehmen und wenigstens eine Entschädigung zu leisten. Für die Betroffenen bedeutet das nicht nur jahrelanges Leiden, seelische Belastung und einen erheblichen finanziellen Schaden durch Berufsunfähigkeit und Frühverrentung, sondern auch die Erkenntnis, im Arbeitsleben schutzlos ausgeliefert zu sein, weil Arbeitgeberinteressen durch Lobbyarbeit priorisiert werden.

Das bittere Résumée: Der eine wird dadurch reich, der andere krank. Elke Wetzel, Frankfurt/Main

Widersetzen, aber wie?

„Drohende AfD-Regierung in Ostdeutschland. Das Worst-Case-Szenario. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern könnte die AfD bald regieren. Was droht konkret Schulen, Verwaltung oder Vereinen? Und wie wappnen sie sich?“, wochentaz vom 23. 5. 26

Hier sind gute und wichtige Vorschläge zu finden, die sich richtigerweise an die Mitarbeitenden in den jeweiligen Institutionen richten.

Aber wie bereitet sich mensch sich auf das beschriebene Szenario am besten vor und welche konkreten Handlungsoptionen gibt es? Die Initiative Verwaltung für Demokratie e. V. hat dazu ein Erste-Hilfe-Kit Demokratie erarbeitet, das in übersichtlicher Form konkrete Tipps und Anleitungen zusammenstellt, um sich bei Druck und Angriffen auf demokratische Strukturen zur Wehr zu setzen.

Dedo von Krosigk, Verwaltung für Demokratie e. V.

Nur noch 440 – dann sind wir 50.000

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 440 Freiwillge, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen