meinungsstark:
Zug fahren
„Bahn-Bashing? Nicht mit uns!“,
taz vom 1. 4. 26
Eine Wohltat, Herr Maurin, Ihren Artikel zu lesen. Eine richtiges Füllhorn der Vorteile des Bahnfahrens. Herrlich zusammengefasst und auf den Punkt gebracht. Tut mir gut zu lesen. Das Bahn-Bashing ist ja leider längst schick und an jeder Ecke angesagt und als Witz immer toll. Grässlich. Danke für Ihre Aufklärung! (Ach, Flugzeuge haben Verspätung? Davon hört man ja wirklich nie etwas.)
Martin Ribbe, Wuppertal
Buckelwal in der Ostsee
„Der übergriffige Mensch“,
taz vom 30. 3. 26
Was Schlachthöfe angeht, stimme ich dem Text zu hundert Prozent zu. Aus dem Grund bin ich seit 40 Jahren Vegetarier. ABER – was hat das mit dem Buckelwal in Wismar zu tun? Warum soll der Wal nicht gerettet werden? Das Tier stirbt qualvoll an osmotischem Schock. Das betrifft nicht, wie in der Presse oft geäußert wird, nur die Haut. Es platzen Zellen aller wichtigen Organe. Um havarierte Frachter zu bergen, ist es ohne Weiteres möglich, große Massen hin und her zu bewegen. Bei dem vergleichsweise kleinen Buckelwal soll das nicht funktionieren? Kann ich nicht glauben! Der Transport des Kadavers zum Meeresmuseum Stralsund ist möglich, aber nicht, dass lebende Tier zu transportieren? Übermäßige Gegenwehr oder Gefahr ist von dem geschwächten Tier wohl kaum zu erwarten. Was für eine Gesellschaft sind wir bloß? Zoologische Gärten transportieren ständig große Meeressäuger zu fragwürdigen Zuchtprogrammen oder zum Austausch. Es kann doch nicht sein, dass ein Wal nicht ein Stück weit ins Meerwasser geschleppt werden kann. Vorausgesetzt, man will. Wir Menschen sind doch zum großen Teil schuld, dass sich immer mehr Meeressäuger verirren –übertriebene Schifffahrt, Sonare, Echolote, damit Störung der Echoortung – und haben damit eine gewisse Verantwortung!
Anke Niehus, Aachen
Dackel oder Bernhardiner
taz vom 7. 4. 26
Als Radsportler haben mich Hunde schon öfters zur „sanften Begegnung umerzogen“: ein angedeuteter Biss ins Knie von einem Golden Retriever, das Gebiss eines Dackels am Fußgelenk verspürt. Sogar verfolgte mich mal ein Bernhardiner-Landhofhund mit ungefähr 25 Stundenkilometern – es könnte hier ein Tipp zum Pedelec-Radeln in Betracht kommen. Wäre in der Hamburger Einkaufspassage eine Aufsichtsperson ansprechbar gewesen und hätte mit einem Feuerlöscher in der Hand dem nach Ratten, Mäusen und Brunnenwasser suchenden Wolf die geschlossene Glastür von außen geöffnet, wäre das Geschehen vielleicht angebrachter verlaufen. Ein „zugepflasterter“ Stadtteil hat wenig Natur zum Verweilen, außer Hundeklos ist nichts da für einen Hund; für einen sich verlaufenden Wolf überhaupt kein artgerechtes Umfeld.
Jochim Geier, Hamburg
Diplomatie und Deeskalation
„Trump spielt mit der Auslöschung“,
taz vom 7. 4.26
Die immer neuen völkerrechtswidrigen Kriege samt wirtschaftlichen Erpressungen, Drohungen bis hin zum Auslöschen von Völkern, Zerstörungen, Mordanschlägen, Vertreibungen und das Aushungern von Zivilisten belasten mich so sehr, dass ich die derzeit verantwortlichen Politiker nicht mehr ertragen kann. Mein Eindruck: Die Einzigen, die an diesen immer heftigeren Kriegen verdienen, sind Rüstungsunternehmen und Energiekonzerne und ihre Großaktionäre. Wo sind die Menschen und Politiker, die uns nach den beiden schrecklichen Weltkriegen durch Diplomatie, Deeskalation und Rüstungskontrollverträgen die letzten 80 Jahre ein Leben ohne eskalierende Kriege abgesichert hatten?
Monika Lennartz, Herzogenrath
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