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meinungsstark

Eine Reise nach Berlin

Die Generalverzögerung“, wochentaz vom 28. 2.–6. 3. 26

Wer will eigentlich dauernd von Hamburg nach Berlin und von Berlin nach Hamburg fahren?

Beides sind tolle Städte, die alles haben. Unser unreflektiertes Anspruchsdenken stinkt zum Himmel und wird uns alle die Existenz kosten, wenn wir ihm nachgeben. Der einzige ehrenwerte Grund für eine Reise nach Berlin könnte sein, dort eine große Demonstration gegen unsere sozial- und klimaschädliche Regierung anzuzetteln, auf dass den verantwortlichen Verantwortungslosen in Regierung und rechtsextremer Opposition der politische Angstschweiß aus allen Poren rinnt.

Seid sesshaft und mehret euch (politisch)!

Rolf Oesterlein, Nieder-Olm

taz unter der Woche

Sorry, aber FLINTA ist gescheitert“,

feministaz vom 7.–13. 3. 26

Uff, endlich wieder ne ordentliche wochentaz am 14. März! Die feministaz zum Frauentag brachte eine Überdosis von „ach, was gibt es doch für tolle Frauen überall“… Beinah einziger Lichtblick vor einer Woche war der Artikel zu Flinta* als „Unsolidarische Mogelpackung“. – Zum Glück lese ich die taz auch unter der Woche und habe dort wenigstens eine gute Ladung an Info und Unterhaltung abgestaubt.

Gisela Graf, Magdeburg

Rücktritt überfällig

„Chronik eines Desasters “,

wochentaz vom 14.–20. 3. 26

Wolfram Weimer ist kein Mann des offenen Visiers, sondern des „Hintenrum“. Auf der Berlinale ließ er die renommierte Festivalchefin, die die konfliktreiche Veranstaltung souverän moderierte, im Stich. Danach trat er tagelang den Gerüchten über ihre Entlassung nicht entgegen. Erst nach massiver Kritik bekannte er sich zu ihr.

Bei der Verweigerung der Preise für die drei Buchhandlungen versteckte er sich hinter der Jury, die sie abgelehnt habe. Das war gelogen. Und die Veranstaltung zur Preisverleihung sagte er ab. Das ist eine Missachtung der Jury und der Preisträger, der verhinderten wie der nicht verhinderten. Und beim umstrittenen Ludwig-Erhard-Gipfel vermischt er private mit dienstlichen Angelegenheiten. Das Vertrauen in diesen Kulturstaatsminister ist gründlich zerstört. Sein Rücktritt ist überfällig. Eduard Belotti, Augsburg

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