meinungsstark:
Nicht progressiv, sondern reaktionär
„Wie verhindern wir eine progressive Mehrheit?“,
wochentaz vom 24. 1. bis 30. 1. 26
Der Artikel scheint sich ganz in Journalistenmanier auf die Eroberung der Deutungshoheit von Begriffen zu konzentrieren. Vielleicht ist dem Reporter aufgefallen, dass das Wort alternativ von der rechtsaußen Partei gekapert wurde, und er will jetzt den Alternativen raten, sich im Gegenzug das Wort konservativ anzueignen.
Ein Wort kann je nach Kontext seine praktische Bedeutung verlieren bis umkehren. Die AfD als einzige progressive Partei zu bezeichnen, nur weil sie die bestehende konservative demokratische Regierung abschaffen will, ist Wortklauberei, und was soll denn eine wiederherstellende Moderne bitteschön sein? Konservativ heißt bewahren, aber nicht rückwärts. Konservativ sei nicht Heino und Jens Spahn? Aber doch bestimmt nicht Gendern und Wokeness! Und Menschenverachtung und völkische Selbstverherrlichung ist nicht progressiv, sondern reaktionär! Thomas Hauschild, Engstingen
Die wahre Wonne
„stadtland“, wochentaz vom 24. 1. bis 30. 1. 26
Wie schon so oft habe ich auch diese Woche am meisten Zeit mit der Lektüre des „stadtland“-Buchs verbracht. Beginnend mit den „momentaufnahmen“, die für mich zu den Mini-Juwelen des taz-Journalismus zählen.
Die Kolumne von Alke Wierth über falsche winterliche Prioritäten der Berliner Straßenverwaltung: Großartig! Ein Stadtgeschwisterporträt von Uwe Rada über Eisenhüttenstadt und Fürstenberg an der Oder – am liebsten würde ich gleich hinreisen!
Ein großer Bericht über die Arbeitszeit von Lehrer:innen, dem ich nur beipflichten kann. Und als Krönung ein Interview mit einer Flensburgerin über die dortige Stadtsprache Petuh – trotz eines Flensburger Großvaters hatte ich davon nie gehört, total spannend! Seite für Seite, Artikel für Artikel eine wahre Wonne! Michael Kannenberg, Heilbronn
Großes Lob
„Der lange Abschied von Amerika“,
wochentaz vom 24. 1. bis 30. 1. 26
…Europa muss sich von den USA abkoppeln …Mir ist bis dato kein besserer Artikel zum Thema begegnet als der von Stefan Reinecke. Sehr passend dazu auch Katja Gendikovas Karikatur. Danke. Ulrich Varwig, Duisburg
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen