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meinungsstark

Unterschiedliche Blickwinkel

„Ich bin nicht der Heldinnen-Typ“,

wochentaz vom 27. 12. bis 2. 1. 26

Danke für das Drucken des Juli-Zeh-Interviews! Das ist es, was ich wie viele andere an der taz so schätzen. Anders als die Lesenden der Bild sind taz-Leser*innen mit Intellekt und einem Denkorgan ausgestattet. Raus aus der Blase und die Welt durch ganz viel Input aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln besser verstehen. Das hilft, und zwar viel besser als das Lamentieren darüber und das Nichtverstehen, dass ein Viertel der Bevölkerung scheinbar Nazis sind.

Schreib- und Denk-Verbote fördern keinen Pluralismus, sondern lassen den Elfenbeinturm jämmerlich absaufen. Und es gibt immer noch ganz viel zu bedenken, worauf mensch alleine nicht gekommen wäre. Macht weiter so! Eckt an nach rechts und links! Seid weiter meinungsstark, aber auch mit vielen Hintergrundberichten aus den unterschiedlichsten Bereichen! Das ist es doch, was die taz vom Einheitsbrei der anderen unterscheidet. Gernhard Pahl

Gier und Demut

„die kinderfrage: Wie können sich die Reichen durchsetzen, obwohl sie in der Minderheit sind?“,

wochentaz vom 10. 1. bis 16. 1. 26

Immer wieder lese ich die Kinderfrage gern, eine wirklich gute Idee. Diesmal war die Frage besonders gut und die Antwort auch.

Ich möchte da aber noch etwas ergänzen: Verantwortungsvolle Eltern sagen zu ihren Kindern: „Gib doch deinem Geschwister auch etwas ab.“ Im Erwachsenenverhalten kommt das aber kaum vor. Um es in Erwachsenensprache zu übersetzen: Früher (als unsere Gesellschaft noch christlich geprägt war) galt Demut als Tugend und Gier als Sünde. Heute (in der kapitalistisch geprägten Gesellschaft) ist Gier eine Tugend und altruistisches Verhalten wird als dämlich betrachtet.

Adam Romoth, München

Analog leben!

„Der Abschied vom Briefkasten am Ende der Straße“,

wochentaz vom 3. 1. bis 9. 1. 26

„Mit der Post ist so viel Qual!“ „Dann mach das doch digital!“ – Dänemark geht schon voraus: schaltet Postsendungen aus.

Ich rate: Geh doch mal zum Briefkasten! Mach ein digitales Fasten! Leb – wie es dir gefällt – in der analogen Welt!

Heide Roaten, Bremen

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