meinungsstark:
Gerettete Kinder
„Zu Tisch mit Opus Dei“, wochentaz vom 27. 12. bis 2. 1. 26
In diesem Artikel wurde erwähnt, dass Herr Nagel auch Lebensschützer ist. Mir fehlt die Nachfrage von Herrn Hunglinger: Wie kümmert sich Opus Dei um diese von ihnen „geretteten“ Kinder? Viele Mütter dieser Kinder versuchen, mithilfe der ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, ihre Kinder abzutreiben, und schädigen sie oft für das gesamte Leben, zum Beispiel Fetales Alkoholsyndrom (FAS). Viele dieser Kinder sind lebenslang psychisch und physisch krank und nicht in der Lage, für sich zu sorgen. Ich habe eine Anfrage an den Bischof von Limburg geschickt: „Gibt es eine Stelle/einen Fonds, an den sich diese Menschen wenden können, die infolge dieser ,Rettung’‘als Erwachsene Unterstützung und Hilfe brauchen?“ Diese ist seit Monaten unbeantwortet. Mein Fazit: Die katholische Kirche „rettet“ Leben, aber die daraus folgenden Leiden ignoriert sie. Christen sind gnadenlos, zum Beispiel Streichung aller Sozialleistungen. Wer nicht funktioniert, wird abgestraft. Ihrem Gott reicht es, wenn Kinder „gerettet“ werden. Christa Schäfer-Scheuermann, Hofheim
Berührt und bewegt
„Wo ist Zuhause?“, wochentaz vom 20. 12. bis 26. 12. 25
Vielen Dank für die Ausgabe mit Gedichten und Texten von geflüchteten, in Lagern lebenden und von Kriegsfolgen bedrohten Menschen. Es sind genau die Themen, die mich am meisten interessieren. Die Gedichte berühren, die Berichte bewegen. Es ist eine Auswahl und Themensetzung gelungen, die Empathie fördert. Wir brauchen dies so viel mehr in der Gesellschaft als die Spaltung. Thea M.
Zwischenmenschliche Kontakte
„Welterfahrung aus zweiter Hand“,
wochentaz vom 27. 12. bis 2. 1. 26
Soziale Medien im Internet kritiklos zu konsumieren und als die reine Wahrheit zu akzeptieren, fördert die Verdummung. Und als Verdummungsmaschinerie werden sie von gewissen machtgeilen Politikern und ihren Techbuddies bereitwillig gefördert. Den Look-at-the-Screen-Verführten entgeht die Welt um sie herum, Verkehr, Menschen mit individuellen Aussehen und Eigenschaften, freundliches Kopfnicken und überhaupt jede Art von zwischenmenschlichen Kontakten, Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Besser daher: Kommunikation face to face statt phone to phone. Das bedeutet auch, eine neue Gefühlswelt, menschliche Empathie, nicht vorprogrammierte Meinungen kennen zu lernen und zu hinterfragen. Und KI? Bullshit, wenn sie nicht kritisch genutzt und zum Vorteil aller eingespannt wird.
Claus Kretzschmar, Itzehoe
„Komplexe Imitation“
Danke für diesen Artikel! Was fehlt, ist der Hinweis auf das großartige Buch von Leena Simon, „Digitale Mündigkeit“. Sie schlägt dort für „KI“ sehr zutreffend die Bezeichnung „Komplexe Imitation“ oder „Advanced Imitation“ vor. Das sollten wir in den allgemeinen Sprachgebrauch übernehmen, weil es klarstellt, dass KI nichts mit Intelligenz zu tun hat. Auch unendlichen Datenmengen mangelt es an emotionaler Intelligenz, von Ethik ganz zu schweigen.
Elke Schilling, Berlin
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