meinungsstark:
ADAC zu Opfern im Straßenverkehr
„Der akzeptierte Skandal“, taz vom 25. 8. 22
„Interessiert nehmen wir den Hinweis des 20-seitigen ADAC-Schulweg-Ratgebers zur Kenntnis, Kinder hätten häufig noch eine sehr egozentrische Weltsicht und könnten sich schwer in andere Verkehrsteilnehmende hineinversetzten…“ Hier hat der ADAC wohl eindeutig nicht Kinder, sondern eine große Mehrheit der Autofahrenden (SUVs vor allem) beschrieben!
Gaby Westphal, Köln
Blogger zu Klimakrise
„Ich will beruhigen: Es ist genug da“, taz vom 22. 8. 22
Ist das Interview mit Herrn Hegenberg dem Sommerloch gezollt? Ein Mann, der einen Blog über Veganismus und Nachhaltigkeit betreibt, darf sich über fast eine Seite über erneuerbare Energien auslassen, ohne auch nur einmal konkret werden zu können oder Sachkenntnisse zu diesen Energieformen vorzuweisen. Sah es bezüglich des Klimawandels für ihn 2010 „noch düster aus“, so behauptet er, dass 2022 „wir all das, was wir momentan so machen, einfach ohne fossile Brennstoffe machen können“. Und das liegt seiner Meinung nach „an der technischen Entwicklung“. Welche Entwicklung er meint; kein Wort darüber.
Allein sich einmal bewusst zu machen, dass Wind und Sonne in der Realität nicht immer zur Verfügung stehen – man nennt das außerhalb der Bloggerwelt „Windstille und Nacht“ – Fehlanzeige. Da nützt es auch nichts, wenn „neue Märkte entstehen“; welche sind da gemeint? Märkte, die Wind und Sonne liefern zu jeder Tages- und Nachtzeit, vielleicht bei Amazon? Er darf aber weiter schwadronieren über eine Erhöhung des „Anteils von Erneuerbaren im Strommix …auf etwa 85 Prozent“ auch wenn „wir erst mal gar keine Speicher hätten“. Von daher ist für ihn die Frage des Speicherns „das kleinere Problem“. Kann man noch weiter entfernt sein von der Realität?
Und es geht in dem Allgemeinplatzgeplätscher weiter: „Man sollte neue Maßnahmen, die deutlich besser sind, nicht ablehnen.“ „Ressourcen verbrauchen wir nicht weiter“, wenn „wir uns in Zukunft geschickt anstellen“. Worin liegt unser momentanes Ungeschick?
Und es geht weiter mit den faktenfreien Ansichten: „Energie wird sehr viel billiger sein, als es heute der Fall ist“, und so ist es natürlich nicht verwunderlich, dass wir „nicht sparen müssen“ und der Leser wird beruhigt, denn „es ist genug da, um den aktuellen Lebensstandard zu halten“. Oh, du schöne neue Bloggerwelt. Peter Spathelf, Spiegelberg
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