meinungsstark:
Gegen Mittel- und Osteuropa?
„Die konservativen Bremser in der EU“, taz vom 2. 7. 19
Polens Ministerpräsident kritisiert an Timmermans, „er versteht Mitteleuropa nicht“. Als Unverständnis und ein wenig Stimmungsmache gegenüber Mittel- und Osteuropa erlebe ich wiederum diese taz-Berichterstattung. Italien, Polen, Tschechien und Ungarn blockieren Timmermans – und das wird als Blockade der Visegrád-Gruppe dargestellt, obwohl Italien nicht dazugehört und obwohl die neue progressive slowakische Regierung, auch Visegrád-Mitglied, nicht mit dabei ist. Von Block kann also nicht die Rede sein. Auch „Ostblock“ ist unsensibel, die entsprechende Region wird als Mittel- und Osteuropa (MOE) bezeichnet, unter anderem Polen ist das sehr wichtig, und bei anderen Leuten nimmt man doch auch Rücksicht darauf, wie sie bezeichnet werden möchten. Dass erzkonservative Regierungen keinen Sozialdemokraten als Ratschef wollen, ist zwar aus linker Sicht ärgerlich, aber demokratisch legitim. Wenig verwunderlich auch der Widerstand, wenn man liest, das Paket sei von Tusk in enger Abstimmung mit Merkel und Macron ausgearbeitet worden. Warum ließ man da mit Polen das dritte große Land im Zentrum der EU außen vor? Silke Karcher, Berlin
Versuch’s doch mal mit HBCI
„Sag zum Abschied leise TAN“, taz vom 3. 7. 19
Mich wundert beim Durchlesen Ihres Artikels, dass kein Hinweis über das bisher sicherste Onlinebanking-Verfahren, das HBCI-System, angegeben wird. Details zu diesem Verfahren sind nachzulesen unter hbci-banking.de. Ich selbst benutze dieses Verfahren (Sicherheitsstufe 3) seit etwa zwanzig Jahren – das heißt seit Beginn der Möglichkeit des Onlinebanking, da ich die Schwachstellen des TAN-Verfahrens als Insider recht gut abschätzen konnte. Hans-Heinrich Graue, Lauterbach
Uuhuuhuu, Salvini!
„Salvini will die ‚deutsche Verbrecherin‘ loswerden“,
taz vom 2. 7. 19
Dass Frauen nicht einparken können, ist ja hinreichend bekannt, neu ist allerdings, dass sich davon gestandene Offiziere bedroht fühlen und um ihr Leben fürchten. Lauter Warmduscher und Weicheier, und Salvini ist die größte Heulsuse: Die hat meine glorreiche italienische Staatsflotte angegriffen … uuhuuhuuhuu! Meine Güte, dann hilf ihr doch beim Einparken! Italienische Männer sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Klaus-Peter Klauner, Brühl
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen