leserpost :
„Auch ohne Planungsrecht“
■ betr.: „Ärger mit dem Sakuth-Park“, taz.bremen vom 25. 3. 14, und „CDU am Kauf beteiligt“, taz.bremen vom 26. 3. 14
In Ihrer Berichterstattung entsteht für den Leser möglicherweise der Eindruck, durch die Beteiligung von Olaf Mosel als Vertreter der CDU an der Bietergemeinschaft für die Wohnbaufläche in Oberneuland sei ein politisches Gleichgewicht zum SPD-Vertreter Peter Sakuth wieder hergestellt. Doch die beiden Herren arbeiten auch „großkoalitionär“ zusammen. Der Kreis schließt sich wie folgt: Peter Sakuth, SPD und Olaf Mosel, CDU sind die beiden Geschäftsführer der Baugesellschaft Nordbau GmbH & Co KG. Sie werben auf ihrer Homepage ungeniert mit dem folgenden Satz: „Hierbei engagieren wir uns auch gerne bei Projekten, die aufgrund eines nicht vorhandenen oder nicht mehr zeitgemäßen Planungsrechts bzw. einer nicht lageadäquaten Gebäudesubstanz einer Neukonzeption bedürfen.“ Noch Fragen? OLAF BRANDSTAEDTER, Bremen
Mit 14 wird’s eng
■ betr.: Alk als Ersatz-Beschäftigung, taz.bremen vom 2. 4. 14
So ist das eben „aufm Dorf“, oder dort, wo nix los ist. So mit 14 wird’s nämlich verdammt eng im bürgerlichen Wohnzimmer, und Geld hat man auch keins. Ich hatte damals 30 Euro pro Monat, das war vergleichsweise viel, aber zum Glück gab es bei uns einen Wald, wo wir uns ungestört (und unstörend) aufhalten konnten. Alkohol gab’s von den älteren Geschwistern, der Hanf wuchs auf den Balkonen.
FANTA, taz.de
Direkte Sparfolgen
■ betr.: ebd.
Ich kann den Ergebnissen nur zustimmen. Das sind direkte Folgen des Sparens bei den Schwächsten. Die Teilung unserer Gesellschaft schreitet weiter voran. Reagiert wird dann mit unsinnigen Polizeiaktion, Politiker zeigen sich lieber in Hochglanzbroschüren ... Dank gilt den Sozialarbeitern vor Ort, was aber keinen interessiert.
WOODY, taz.de
Danke vielmals, Klaus
■ betr.: „Der Klaus ist raus“, taz.bremen vom 22. 3. 14
Da ich ein Abonnent der ersten Stunde der taz bin, habe ich „kw“ all die Jahre schätzen gelernt. Danke vielmals.
KALLE KOKE, Bremen
Keine klimaverträgliche Energieversorgung
■ betr.: „Böhrnsen freut sich über Energie-Kompromiss“, taz.bremen vom 3. 4. 14
Der SPD-Unterbezirk Bremen-Nord begrüßt die Investitionen im Kraftwerk Farge. Was er damit begrüßt, hat jedoch mit Energiewende in Bürgerhand nichts zu tun. Der Anschluss an das 380.000 Volt-Gleichstromnetz heißt: neue Hochspannungsmasten quer durchs Land bis nach Bayern. Klimaverträgliche Energieversorgung in Bürgerhand heißt nicht: Steinkohleverbrennung ausbauen und in das 380.000 Volt-Gleichstromnetz der vier Strom-Dinosaurier zu investieren. Ein Zurückdrängen der Kohlekraft ist erforderlich, wenn die Energiewende gelingen soll. Nur der Ausbau der dezentralen Netze bringt Energiesicherheit und bezahlbare Preise.
Keine Rede davon in der Stellungnahme des SPD-Unterbezirks Bremen-Nord. Wer glaubt, dass die Energiewende demnächst kommt, ist nicht auf der Höhe der Zeit. Politiker sollten auch den Unterschied zwischen einem Gleichstrom-Übertragungsnetz und einem Wechselstrom-Übertragungsnetz kennen. HARTMUT SCHURR, Bremen