: hintergrund
Zusammenleben in Haifa
Haifa, 87 Kilometer nördlich von Tel Aviv am Mittelmeer gelegen, ist mit 300.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Israels. Etwa 30.000 Bewohner sind Palästinenser, davon gut die Hälfte Christen, die übrigen sunnitische Muslime. 1963 wurde das „arabisch-jüdische Zentrum“ Beit Hagefen gegründet, um das Zusammenleben zu fördern. Beit Hagefen richtet Ausstellungen arabischer und jüdischer Künstler aus, hat eine eigene Theatergruppe mit ausschließlich palästinensischen Schauspielern, organisiert jährlich eine „palästinensische Kulturwoche“ und hisst dann die palästinensische Fahne. Da jüdische und arabische Kinder in Israel getrennte Schulen besuchen, gibt es Treffen von Schulklassen im Beit Hagefen mit gemeinsamen Ausflügen oder Ausstellungsbesuchen. ANT
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen