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Fragile Demokratie
Ajibola Ige, Justizminister und Generalbundesanwalt von Nigeria, wurde am 23. Dezember in seinem Haus in der südwestnigerianischen Stadt Ibadan erschossen. Am 8. Januar wurde in Nigerias Hauptstadt Abuja der Privatsekretär des Präsidenten von Nigerias Oberstem Gericht, S. A. Awonesi, ermordet. Nun geht in Nigeria die Angst vor einer Welle von Gewalt gegen Politiker und einer Destabilisierung der Demokratie um. Bei der staatlichen Trauerfeier für Ige warnte Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka vor einem Triumph von Nigerias „Partei des Todes“.
Ige gehörte zum Volk der Yoruba aus dem Südwesten – einer der drei großen Ethnien Nigerias neben den Haussa im Norden und den Igbo im Osten. Mit Olusegun Obasanjo wurde 1999 erstmals ein Yoruba Präsident. Mit 120 Millionen Einwohnern ist Nigeria der bevölkerungsreichste Staat Afrikas. D. J.
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