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herzensortDie Treppen sind eine Zeitmaschine

Freitagnachmittag, die Tasche ist gepackt, und ich sprinte zum Zug, denn es geht in meine Heimatstadt. So oft wie möglich fahre ich zurück dorthin, seit ich für das Studium weggezogen bin. Meine Familie wohnt noch immer in dem Haus, in dem ich groß geworden bin. Es hat sich kaum verändert.

Daheim angekommen, betrete ich das Wohnzimmer, begrüße meine Eltern und gehe dann die Treppen hoch in mein altes Zimmer. Ich habe das Gefühl, in eine Zeitmaschine gestiegen zu sein. Alles steht und hängt noch genau so, wie ich es eingerichtet habe. An der Wand kleben bunte Sticker in loser Aneinanderreihung, direkt daneben ein schwarz-weißes Poster der Indierockband The 1975. Es hängt schief an der Wand und entspricht auch nicht mehr ganz meinem heutigen Einrichtungsgeschmack – erinnert mich aber an einen schönen, wenn auch manchmal schwierigen Lebensabschnitt.

Für eine sehr lange Zeit waren diese zwölf Quadratmeter mein wichtigster Rückzugsort. Und ein wenig sind sie es auch heute noch.

Xenia Dederer

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