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herzensortWo sich Rochen streicheln lassen

Mein Flug aus Boston zurück nach Hause sollte erst spät am Abend gehen, das Wetter war schlecht und meine Füße nach drei Wochen Ostküsten-Städtehopping eh zu nichts mehr zu gebrauchen. Um 11 Uhr hatte ich meine Unterkunft zu räumen, wohin also mit mir für den Rest des Tages? Eines der prominentesten Gebäude am Hafen kam mir in den Sinn, in der vergangenen Woche war ich so oft dran vorbeigelaufen. Warum nicht … reingehen?

Ich kaufte mir also ein Ticket für das New England Aquarium und lernte dort mindestens drei Sachen: 1) Wenn man eine flache Hand knapp unter der Wasseroberfläche hält und sehr lange in dieser Position ausharrt, kommt der Rochen irgendwann und lässt sich streicheln. 2) Rochen fühlen sich kalt, glatt und irgendwie gut an. 3) Vor riesigen frei stehenden zylindrischen Aquarien muss man keine Angst haben. Als in Berlin lebende Person bin ich da vorbelastet, das in Boston schien mir aber recht stabil. Drumherum windet sich eine spiralförmige Rampe, die ich trotz müder Füße emporstieg und dafür belohnt wurde: Die 90-jährige Grüne Meeresschildkröte Myrtle schwamm eine Weile an meiner Seite. Leonie Gubela

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