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herzensortWarmer Schimmer an kalten Tagen

Es ist Winter. Die wohl meist gehasste Jahreszeit, kombiniert mit dem wohl meist gehassten Monat Deutschlands, dem Januar. Es ist kalt, frostig – und vor allem ungemütlich. Doch inmitten von Schneematsch, klapperkahlen Bäumen und einer zum Himmel schreienden Tristesse gibt es für mich einen kleinen Lichtschimmer. Ja, es ist wortwörtlich ein Schimmer, der mich jedes Mal mit so viel Liebe erfüllt, dass ich für einen Moment eine gewisse Schönheit für die Dunkelheit dieser Tage empfinde.

Der Schimmer hat mit meiner Oma zu tun. Denn immer wenn ich bei ihr zu Besuch bin und durch den Flur an den Jagdrequisiten alter Förstertage hinein ins holzig möblierte Wohnzimmer gehe, wird mir warm ums Herz. Und das liegt nicht nur am alten Kamin meiner Oma, vor dem ich so gerne sitze, am liebsten direkt auf dem Boden, um so nah wie möglich am Feuer zu sein. Wenn ich dann in die Flammen schaue, untermalt vom heimeligen Knistern der Holzscheite, kommen schöne Erinnerungen aus Kindertagen wieder hoch. Sie erfüllen mich mit süßer Melancholie, aber vor allem mit Dankbarkeit. Oma, ich hab dich lieb!

Sophie Schnipkoweit

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