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herzensortKöstlichkeiten für Eingeweihte

Am Ende einer Sackgasse hängt eine rote Laterne aus einem Fenster. Das ist das Zeichen: Wir sind richtig. Obwohl nur wenige Schritte vom wuseligen Stadtzentrum Lissabons entfernt, ist diese Straße menschenleer. Nur wer Bescheid weiß, geht weiter. Und wir, wir wissen Bescheid.

Also hin zu dem Haus mit besagter Markierung. Die Tür ist nur angelehnt, man kann sie einfach aufstoßen. Dahinter ein Treppenhaus mit Wänden voller Graffiti. Jetzt sind es nur noch wenige Stufen bis zum Ziel. Die nächste Tür öffnet sich, und wir stehen im besten Restaurant der Stadt – finden zumindest wir.

Das kleine, nicht so ganz legale chinesische Lokal befindet sich in einer ganz normalen Wohnung. Gekocht wir in der Einbauküche. Unsere Gruppe schiebt wie jedes Mal die Tische zusammen, damit alle Platz haben. Die Besitzerin wartet schon auf unsere Bestellung. Eigentlich ist klar: Einmal wie immer, bitte! Kurz darauf türmen sich die Köstlichkeiten vor uns auf: scharfes Tofu nach Art des Hauses, frittierte Aubergine, Dumplings und mehr. Wir greifen zu und freuen uns über unser leckeres ­Geheimnis. Clara Dünkler

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