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herzensortDum-dudum-dudum-dudum

Draußen fliegen in der Dunkelheit Lichter vorbei, erst viele, dann weniger. Wir verlassen Bangkok, und obwohl es ein warmer Abend ist, 28 Grad, frieren wir schon bald, so kalt ist die Luft, die die Klimaanlage im thailändischen Nachtzug von der Decke pustet. Zum Glück haben wir Pullis dabei. Abteile gibt es keine, nur Schlafkojen mit blauen Vorhängen, die sich am Mittelgang entlangreihen, jeweils eine Liege oben, eine unten. Wir lesen noch ein bisschen im Neonlicht, gehen schwankend zum Klo am Waggonende – möglichst nichts anfassen! –, dann ziehen wir die Vorhänge zu.

Im Auto zu schlafen ist schwierig. Man sitzt, das wird irgendwann unbequem. Und immer ist da die Sorge, dass der oder die Fah­re­r*in einschläft. Anders im Zug. Er rollt über die Gleise, rumpelt stetig durch die Nacht Richtung Süden, lullt uns ein. Dum-dudum-dudum-dudum.

Morgens ist die Welt vor dem Fenster eine andere. Palmölplantagen ziehen vorbei. Leuchtend grüne Bananenstauden. Kühe im Gestrüpp. Ein paar Häuser. Plötzlich wird es hektisch. Der Bahnhof Surat Thani naht. Wie praktisch, wir haben 700 Kilometer im Schlaf zurückgelegt. Antje Lang-Lendorff

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