: geläufig Gib mir Bass, Bass!
„Untersuchungen aus dem Umweltamt Berlin haben ergeben, dass nur 5 Prozent der Jugendlichen überhaupt Werte über 95 dB in den Diskotheken hören wollen: Eine Minderheit bestimmt hier die Schallpegel in den Diskotheken! Das Vibrations- und Körpergefühl, das von den jungen Besuchern der Diskotheken häufig gesucht wird, wird nicht durch die schädlichen hohen, sondern durch die tiefen Frequenzen erzeugt. So ist hier bei Minderung des Schallpegels ein Qualitätsverlust für die jungen Besucher nicht zu befürchten.“ Der wohlmeinende Arzt Heinz-Peter Sonntag aus Travemünde informiert uns derart auf seiner Website über die fiese Minderheitenmacht in Diskotheken. Ja ja, der Lärm, er macht die Jugend dumm und taub und krank und wahrscheinlich auch voll mit Drogen. Und dann stirbt Deutschland langsam, weil es nichts mehr hört auf dem Weltmarkt. Aber: Das lassen wir uns nicht bieten. Mädchen! Jungens! Da wollen euch Leute den Bass, den Hochtöner und sowieso das Herz aus den Boxen nehmen! Geht auf die Straße! Kämpft für euren Spaß! Eine Institution, die seit nunmehr Jahren für den Lärm kämpft, ist das Icon. An diesem Freitag gibt es dort das „6 Years in Your Ears“-Geburtstags-Special, dafür hat man Up, Bustle and Out und den großen Mixmaster Morris aus dem Londoner Ninjatune-Kreis eingeflogen, die von !Pez, der wiederum den Vienna Scientists zuzurechnen ist, unterstützt wird. Es wird laut. Laut. Laut. Laut. Laut. Laut. Laut. Laut. Laut. Laut. Laut. Laut. Laut. Laut. Laut. Laut. Gut. SUN
Icon 23.30 Uhr
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen