: fakten
Grosny im Europarat
Die Parlamentarische Versammlung des Europarats, die gestern zusammentrat, wird sich in dieser Woche erneut mit dem Krieg in Tschetschenien befassen. Die Abgeordneten dürften an ihrer Entscheidung vom vergangenen April, der russischen Delegation wegen anhaltender Menschenrechtsverletzungen das Stimmrecht zu entziehen, festhalten. Demgegenüber stehen die Zeichen bei den Vertretern des Ministerrats, deren Antwort an die Parlamentarische Versammlung noch aussteht, auf vollständiger Wiederaufnahme eines Dialogs mit Russland. Der Vorsitzende des Ministerrats, Italiens Außenminister Lamberto Dini, glaubt, substanzielle Fortschritte in der Haltung Moskaus erkennen zu können. Dazu zählt er unter anderem die Berufung eines russischen Menschenrechtsbeauftragten für Tschetschenien. Aus Protest gegen die Suspendierung ihres Stimmrechts sind nur vier Abgeordnete aus Moskau zur Sitzungswoche in Straßburg angereist.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen