: eine erfolgsstory
Rote Biotechnologie, schwarze Zahlen
Pharmazie und medizinische Biotechnologie erwirtschafteten 1998 Einnahmen in Höhe von 130 Millionen US-Dollar. Erstmals gelangt jetzt auch der bisher durch das US-Handelsembargo abgeriegelte Markt der Vereinigten Staaten in Reichweite kubanischer Exporte. Die US-Tochter des britischen Arzneimittelherstellers SmithKline Beecham (SKB) erhielt von den US-Behörden die Erlaubnis zur Kooperation mit dem kubanischen Carlos-Finlay-Institut. Ziel ist die Zulassung eines in Kuba entwickelten Impfstoffs gegen Meningitis B für den US-Markt. In den USA erkranken jährlich 1.000 Patienten an Meningitis B, davon 120 tödlich.
In Kuba wird der Impfstoff seit 1986 eingesetzt; er wurde zu einem der erfolgreichsten Exportprodukte in Lateinamerika, Europa und Asien. SKB sichert sich mit der Kooperation ein fünfjähriges Exklusivrecht bei dem Verkauf des Impfstoffs auf allen Märkten, in denen das Medikament neu zugelassen wird. Im Gegenzug empfängt das Finlay-Institut Gewinnbeteiligungen von 10 bis 20 Millionen US-Dollar und behält die Rechte innerhalb Kubas sowie für Lieferungen an internationale Hilfsprogramme. VL
Die Engagierten stärken
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