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editorial

Alles neu macht der 4. März. Nicht nur erscheint die taz und mit ihr das taz.mag vom heutigen Tag an als „neue taz“ – es gilt, noch eine weitere Änderung anzuzeigen: Aus der Frauenseite wird ab sofort eine Geschlechter- oder „Gender“-Seite. Ihr programmatischer Titel: „der die das“. Lange schon war im Hause debattiert worden, ob eine reine Frauenseite noch die Geschlechterverhältnisse in ihrer Avanciertheit wie in ihrer Ambivalenz abbilden könne.

Nach wie vor gibt es Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts und der sexuellen Orientierung – diese Themen werden zum festen Bestandteil auch der Genderseite zählen. Vorbei sind zum Glück jedoch die Zeiten, in denen das Nachdenken über Geschlecht und Identität eine bloße Folge von Unterdrückung war und als reine Frauensache galt. Die überwiegende Meinung in der Kochstraße: Auf einer Genderseite kann aus der emanzipativen Pflicht wieder eine aufregende Kür werden. Zum Auftakt zwei Texte, in denen es auf je sehr unterschiedliche Weise um die Zukunft von Sexualität, Geschlecht und Natur geht. Fest steht: Es wird spannend bleiben zwischen den Geschlechtern!

BASCHA MIKA, REINHARD KRAUSE

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen