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die taz berichtete vor 10 Jahren

10.12.'82. Freitag. Unsere „Abo- Aktion“ geht in die vierte Woche: „Wenn es irgendwie geht, abonniert die taz“, denn „am Kioskexemplar verdienen wir kaum, weil sich da die Zwischenhändler noch eine goldene Nase dran verdienen wollen“. Stimmt heute noch! Ansonsten haben wir allerdings einen schlechten Tag erwischt. Zwar sind wir wieder echt voll bewegungspolitisch drauf: Wir haben zwei Magazinseiten zu den Kämpfen von AKW-Gegnern und Stahlarbeitern in den Ardennen, den Rücktritt des gallischen Entwicklungshilfeministers Jean- Pierre Cot, ein langes Interview mit Inge Viett und ein Tagesthema zum „Wochenende der Blockaden“ wg. atomarer „Nachrüstung“. Doch der einzige wirkliche Spitzentext ist Maria Neef- Uthoffs Querspalte zur „Humanisierung der Hinrichtung“ in den USA. Das geht dort jetzt mit einer „einfachen Spritze“. Ach ja, die Wiese noch: Unter Grüße und Küsse ein Liebesgedicht von Nazim Hikmet, das so beginnt: „Wie man Brot in Salz taucht und ißt, so liebe ich dich. Wie ich nachts meinen brennenden Mund an den Wasserhahn presse, wenn ich vom Fieber geschüttelt erwache, so liebe ich dich (...)“ -pa-

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen