: die taz berichtet in 10 Jahren
Die sich seit drei Generationen im Familienbesitz der Bushs befindende Erdöl-Bohrkonzession des Mandat-Scheichtums Bahrain wurde in dieser Woche nach monatelangem zähen Ringen den Mullahs in Teheran zugeschlagen. Für die amerikanische Seite unterzeichnete Rechtsanwalt James Baker IV. den Vertrag in Genf. Über die Verkaufssumme schwiegen sich beide Seiten allerdings strikt aus.
Ex-Präsident Bush, Hauptnutznießer des Verkaufs, weigerte sich auf der Pressekonferenz, einen Bezug zwischen den drei Golfkriegen und der bisherigen relativen Unversehrtheit des Mandat-Scheichtums zu sehen. „Die haben einfach Glück gehabt“, erwiderte er auf die entsprechende Frage einer arabischen Journalistin. Bekanntermaßen wurde Bahrain in keinem der Kriege angegriffen oder versehrt, was auf arabischer Seite wiederholt mit dem besonderen Schutz, den das Scheichtum bei den Amerikanern genießt, erklärt worden ist.
Die Klage, welche die irakische Nationalregierung im Exil gegen diesen Verkauf erhoben hatte, mit dem Argument, daß schon im Gilgamesch-Epos festgeschrieben sei, daß Bahrain dem Irak gehöre, ist vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag zwischenzeitlich abgewiesen worden. Laut SANA will der Irak jedoch an seinem Rechtsverständnis festhalten. A. Khammas
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen