: die religion
Buddhismus in Vietnam
Nach offiziellen Angaben sind etwa 60 Prozent der Vietnamesen Anhänger verschiedener buddhistischer Richtungen. Zu Zeiten des Vietnamkriegs wurden Buddhisten von beiden Seiten verfolgt: Den Westen erreichten die ersten Berichte über Menschenrechtsverletzungen an Buddhisten seitens des Regimes in Saigon, als Mitte der 60er-Jahre die ersten Nonnen und Mönche mit Selbstverbrennung auf die Unterdrückung reagierten. Nach dem Sieg der Sozialisten im Jahre 1975 wurden zahlreiche vietnamesische Nonnen und Mönche inhaftiert; die meisten waren Mitglieder der „Unified Buddhist Church of Vietnam“ (UBCV), denen ihr langjähriges Antikriegsengagement vorgehalten wurde. 1981 veranlasste die Regierung die Gründung der „Vietnamese Buddhist Church“. Diverse Vertreter der verbotenen UBCV weigerten sich beizutreten; noch 1993 kam es zu einer Massenfestnahme von Mönchen. Nach Angaben von amnesty international werden UBCV-Mitglieder nach wie vor verhaftet. Gerechtfertigt werden die Prozesse mit der Verfassung: Religionsfreiheit ist zwar garantiert – diese dürfe aber nicht „benutzt werden, um die staatlichen Gesetze und die Politik zu verletzen.“ JAGO
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