die gute nachricht: In Deutschland wird deutlich weniger Kohle verbrannt
Grafik: Rita Eperjesi, Johanna Hartmann, Anna Eschenbacher. Quelle: AG Energiebilanzen. Fotos: stock. adobe.com
Beim Kohleausstieg geht es schneller voran als geplant. Die Bundesnetzagentur musste im dritten Jahr in Folge keine Kohlekraftwerke stilllegen, um die gesetzlichen Ziele zu erreichen, weil schon genügend Kraftwerke von den Betreiberfirmen abgeschaltet wurden.
Deutschland verbraucht insgesamt immer weniger Kohle. 2015 wurden noch mehr als 112 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten verbraucht – mit der Einheit wird der unterschiedliche Energiegehalt von Braun- und Steinkohle vergleichbar gemacht –, 2025 waren es gut 50 Millionen. 1990 lag der Wert sogar bei fast 200 Millionen. Ein Grund ist, dass erneuerbare Energien immer mehr Strom liefern. Auch ist es meistens günstiger, Strom aus etwas klimafreundlicherem Gas zu produzieren oder aus Nachbarländern zu importieren.
In der Industrie, gerade der Stahlproduktion, wird hingegen immer noch viel auf Kohle gesetzt. Dort könnten Energieträger wie Wasserstoff künftig eine Alternative sein.
Lalon Sander
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