die gute nachricht: Londoner Kinder atmen auf
Je sauberer die Luft, desto gesünder die Menschen. In der Londoner Innenstadt wurde im Jahr 2019 eine Ultra Low Emission Zone eingeführt. Fahrer:innen, die hier reinwollen, müssen sich zuvor registrieren; Dieseldreckschleudern müssen seitdem ganz draußen bleiben. Wer sich darüber ärgert, sollte sich das hier reinziehen: Forscher:innen der Queen Mary University verglichen die Lungen der Londoner Kinder mit denen aus Luton, einer 200.000-Einwohner Stadt, in der keine Umweltzone umgesetzt wurde. Vor Einführung der Umweltzone hatten die Londoner Schulkinder deutlich schwächere Lungen als die Kinder aus Luton, wo die Luftqualität zu Beginn der Messung nicht ganz so schlecht war. Die Forscher:innen maßen und verglichen jährlich die Lungenkapazität der Kinder und stellten fest: Innerhalb von fünf Jahren ging in der Londoner Umweltzone die Konzentration von Stickstoffdioxid (NO2) fast doppelt so stark zurück wie in Luton – und gleichzeitig atmeten die Kinder aus der Umweltzone jedes Jahr leichter und besser. Trotzdem bleibt auch in London noch Luft nach oben: Der NO2-Gehalt in der Luft lag dort am Ende der Messreihe noch bei 27 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³).Die WHO empfiehlt, bei 10 µg/m³ anzukommen.
Daniel Zylbersztajn-Lewandowski
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