die gute nachricht: EU nimmt Kabelsalat vom Menü
Irgendwo gibt es sie an fast jedem Schreibtisch, die Chaos-Kabelschublade. Darin meist wirr verknuddelt: Micro-USB- mit Lightningkabel mit altem DC-Kabel. Man öffnet sie selten. Wenn, dann eben nur, um ein passendes Kabel zu suchen oder ein ungenutztes hineinzustopfen. Bald kann man sie gänzlich geschlossen lassen – oder freiräumen. Bereits seit Ende 2024 gilt EU-weit für elektrische Kleingeräte – ob Handy, Tablet, Kopfhörer oder Navi: Sie alle brauchen einen USB-C-Anschluss. Und nun, ab dem 28. April, gilt diese Regelung auch für Notebooks und Laptops. Künftig genügt also ein einziges Kabel für all diese Geräte. Das wird nicht nur vielen den Alltag erleichtern, sondern auch für weniger Müll sorgen. Bis zu 11.000 Tonnen Elektroschrott verursachen die derzeit noch verschiedenartigen Ladekabel und -geräte in der EU jährlich. Und auf noch eine Neuerung dürfen die Verbaucher:innen sich freuen: Laptop & Co werden sie künftig auch ohne Ladegerät erwerben können. Unterm Strich könnten sie so EU-weit rund 250 Millionen Euro im Jahr sparen. Und die Kabelschublade würde sich mit jedem Neukauf nicht doch weiter oder wieder füllen. Raum für Neues? Lilli Messer
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen